Dicke Luft auf ​Schalke? Mit dem 1:0-Sieg gegen Lokomotive Moskau in der Champions League ist zumindest keine Ruhe im Lager der Königsblauen eingekehrt. Die Idee von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, einen externen Berater hinzuzuziehen, blockt S04-Manager Christian Heidel indes ab.

„Ich muss einfach klar sagen: Bei uns braucht sich niemand zu bewerben“, wird Schalkes Sportdirektor von der WAZ zitiert. „Ich habe viele, viele Bewerbungen bekommen. Und die bekommen dann auch, wenn sie schriftlich vorliegen, eine Antwort: Dass da kein Bedarf besteht. Punkt.

VfL Wolfsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

Geteilte Meinung: Christian Heidel (l.) und Clemens Tönnies sind sich uneins.


Damit beendete Heidel die von Aufsichtsratschef Tönnies öffentlich angekurbelte Diskussion, einen externen Helfer für die Kaderplanungen zu engagieren. „Es ist völlig legitim, dass ein Aufsichtsratsvorsitzender sich mal Gedanken macht, vielleicht auch eine Idee hat“, stellte Heidel klar.


„Müssen darüber nachdenken, ob es der richtige Weg ist, so etwas öffentlich zu machen“

Aus Sicht des Managers müsse man allerdings „darüber nachdenken, ob es der richtige Weg ist, so etwas öffentlich zu machen. Darüber haben wir vorhin gesprochen. Clemens hat zu mir klar gesagt, er hätte nur mal laut gedacht. Und er hat gesagt, dass die Entscheidung bei uns liegt. Das habe ich mal so zur Kenntnis genommen.“

Dass ein solches Konzept bei Lokalrivale Borussia Dortmund mit Matthias Sammer als Berater gerade komplett aufgeht, habe auch Heidel zur Kenntnis genommen. Der 55-Jährige ist sich jedoch sicher: „Egal, welcher Experte da auf Schalke tätig wäre: Ich garantiere mal fast, dass bei den Neuzugängen, die wir geholt haben, kein Einspruch gekommen wäre. Das Kuriose ist ja, dass wir im Sommer für unsere Neuzugänge gefeiert wurden.“ Von Feierstimmung ist der Revierklub aktuell aber meilenweit entfernt…