Der nächste Rassismus-Skandal im ​italienischen Fußball sorgt für Aufsehen. Fans von Lazio Rom haben mit Sergej Milinkovic-Savic einen Spieler aus den eigenen Reihen rassistisch verunglimpft. 


Anhänger des italienischen Erstligisten Lazio Rom sind erfahrungsgemäß nicht zimperlich.

Besonders die Ultragruppe "Irriducibili" - die Unbeugsamen - lenken immer wieder mit Negativschlagzeilen auf sich. Rassistisches und faschistisches Gedankengut überschattet seit Jahrzehnten die Fanszene der Biancocelesti. 

Beim 2:2-Unentschieden gegen Sampdoria Genua wurde Lazios Mittelfeldspieler Sergej Milinkovic-Savic von den eigenen Fans rassistisch attackiert. Nach einem Bericht des italienischen Portals Calciomercato war auf einem Banner, das vor dem Stadio Olimpico ausgerollt wurde, "Milinkovic Zingaro" zu lesen, was sich als "Milinkovic Zigeuner" übersetzen lässt.


Im Sommer buhlten angeblich mehrere Vereine um den 23-Jährigen. Auch der ​AC Mailand und der ​FC Barcelona galten als Interessenten. Bei Lazio besitzt der Serbe noch einen Vertrag bis 2023. Nach einer glänzenden Vorsaison hat der Rechtsfuß zuletzt etwas an Form eingebüßt. 


Nach zwölf Treffern und vier Vorlagen 2017/18 hat der in Spanien geborene Serbe in der laufenden Spielzeit bislang lediglich ein Tor und einen Asisst zu Buche stehen. Mit einem Marktwert von 90 Millionen Euro (transfermarkt.de) zählt er aber weiter zu den wertvollsten Mittelfeldspielern der Welt