​Nach 15 Spieltagen in der Serie A hat Tabellenführer ​Juventus Turin bereits acht Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten SSC Neapel. Dabei wusste auch Neuzugang ​Cristiano Ronaldo nach seinem Wechsel von ​Real Madrid bislang zu überzeugen. In einem Interview erläuterte CR7 die Stärken der Alten Dame und konnte sich dabei einen Seitenhieb in Richtung seiner ehemaligen Teamkollegen nicht verkneifen.


Nachdem der mehrfache Weltfußballer mit den Königlichen in den letzten neun Jahren alles erreicht hatte, suchte er im Sommer eine neue Herausforderung und wechselte nach Italien. Nach kurzen Anlaufproblemen hat sich der Angreifer mittlerweile sehr gut eingefunden. Dass er mit seinen Mitspielern bereits prima harmoniert, wird schon alleine dadurch deutlich, dass er neben seinen elf Treffern auch bereits sieben Torvorlagen beisteuern konnte.

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Cristiano Ronaldo zeigt sich bei Juventus Turin als echter Teamplayer


In einem Interview mit Corriere dello Sport überschüttete der 33-Jährige seinen neuen Klub daher mit jeder Menge Lob und erklärte, dass Juventus "wie eine Familie" sei. Dabei zog er auch einen Vergleich zu seinem Ex-Klub und trat indirekt nach. "Das ist die beste Gruppe, in der ich je gespielt habe. Wir fühlen uns wirklich wie ein Team. Nicht so wie anderswo, wo sich manche Spieler besser als andere fühlen", so der fünffache Champions-League-Sieger. 


Seine neuen Mitspieler seien hingegen sehr demütig und würden ihre persönlichen Interessen nicht vor den Erfolg der Mannschaft stellen. "Selbst wenn Paulo Dybala oder Mario Mandzukic nicht selbst treffen, sieht man sie glücklich. Das ist wundervoll", so CR7. Seine glorreiche Zeit bei den Madrilenen habe er ohnehin bereit komplett hinter sich gelassen. 


"Was Vergangenheit ist, ist Vergangenheit. Ich will jetzt nur diese Farben verteidigen, der Rest zählt nicht mehr. Wenn wir gegen Real spielen sollten, würde ich mein Maximum geben", so Ronaldo. Dabei sieht er seine Mannschaft bereits exzellent aufgestellt und erklärte, dass Juventus keine neuen Spieler brauche.

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Der Ehrgeiz von CR7 ist ungebremst


Dass persönliche Ehrungen für den Stürmer selbst aber immer noch eine große Rolle spielen, wurde dadurch deutlich, dass er sich enttäuscht darüber zeigte, dass bei den Wahlen zum besten Spieler der Welt zuletzt Real-Regisseur Luka Modric die Nase vorn hatte. Zwar habe der Kroate den Preis verdient, im kommenden Jahr werde er aber erneut angreifen, "um wieder den Preis zu erobern. Ich arbeite für dieses Ziel, doch wenn ich ihn nicht erhalte, ist dies nicht der Weltuntergang", so der Torjäger weiter.


Den ewigen Vergleich mit Lionel Messi empfindet der Routinier noch immer als lästig. Dabei zeigte der Offensivspieler auf, dass beide Persönlichkeiten komplett unterschiedlich seien. "Ich habe meine Komfort-Zone verlassen und diese Herausforderung hier in Turin angenommen. Alles ist gut gelaufen. Ich habe bewiesen, dass ich immer noch ein unglaublicher Spieler bin", so der Juve-Star. Der Angreifer des FC Barcelona hingegen habe sein ganzes Leben in Spanien verbracht.