Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung von Manchester City gab sich Trainer Pep Guardiola zuversichtlich, dass der Klub nicht wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay aus dem europäischen Wettbewerb ausgeschlossen wird. 


Im Rahmen der "Football Leaks" hatte Der Spiegel unter anderem Manchester City vorgeworfen, entgegen dem Financial Fairplay gehandelt zu haben. Demnach habe der Verein das private Vermögen seines Eigners Mansour bin Zayed Al Nahyan genutzt, um sich Sponsoren und Personal außerhalb der vorgegebenen Rahmen zu finanzieren. 


Manchester City, das 2014 schon einmal wegen ähnlicher Verstöße sanktioniert worden war, wenn auch mit endgültig nur 5,6 Millionen Pfund wenig schmerzhaft, steht laut BBC womöglich vor einem Ausschluss aus dem europäischen Wettbewerb. Trainer Pep Guardiola jedoch zeigte sich gegenüber dem Britischen Sender wenig beeindruckt. "Nein, wir werden nicht ausgeschlossen", so der Ex-Bayerntrainer. Vorstandsvorsitzender Khaldoon al-Mubarak und Geschäftsführer Ferran Soriano hätten ihm die Situation demnach erläutert und klar gemacht, dass sich der spanische Erfolgstrainer nicht sorgen müsse. "Sollte es doch passieren, weil die UEFA es so entscheidet", fügte der City-Coach hinzu, "werden wir es akzeptieren und weiter voranschreiten".

Manchester City v Tottenham Hotspur - Premier League

City-Vorstandsvorsitzender Khaldoon al-Mubarak und Geschäftsführer Ferran Soriano



Noch also ist die Stimmung entspannt im Norden Englands. Ganz sollte man die Thematik dort jedoch sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nachdem WDR und Der Spiegel vergangenen Monat zahlreiche Missstände im Fußball beleuchtet hatten, drohen sowohl die FIFA als auch die UEFA ihr Gesicht zu verlieren, wenn sie den Anschuldigungen der deutschen Quellen nicht auf den Grund gehen. Sollten bei den Cititzens also tatsächlich mit unlauteren Mitteln Geschäfte abgeschlossen worden sein, könnte die Strafe dieses Mal wesentlich drakonischer ausfallen als noch vor vier Jahren.