​Seit Montag ist bekannt, dass der Ballon d'Or an Vizeweltmeister Luka Modric geht. Zum ersten Mal seit zehn Jahren gewinnt damit nicht Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. Eine Ära geht zuende, doch ging es bei der Gala womöglich nicht mit rechten Dingen zu? Nach einer Analyse der Votings kommen Fragen auf.


Jedes Land bekommt einen Reporter, der wählen darf. Allerdings schreibt die Marca nun, dass der Journalist der Komoren, der in den Votings des Ballon d'Ors gelistet wird, in Wahrheit gar nicht existiere. Es wird ein "Abdou Boina" gelistet, der für den Inselstaat wählen darf. Seine Stimmen gab er Kylian Mbappe, Luka Modric, Cristiano Ronaldo, Eden Hazard und Mohamed Salah. 

Laut Marca hat man nun vor Ort in den Komoren nachgefragt. Dort soll es niemanden geben, der Boina heißt. In den Papieren des Ballon d'Ors wird die Webseite albaladcomores.com notiert. Diese soll schon seit 2012 geschlossen sein. 


"Ich dachte ich halluziniere, als ich las, dass Albalad Comores immer noch existieren soll. Diese Seite ist seit 6 Jahren geschlossen und dort gab es nie einen Journalisten, der Abdou Boina hieß. Wir hatten zwei Sportreporter, Abdoul Youssouf für die französische Ausgabe und Sharif Ousseine für die arabische. Es gibt nichts von einem Abdou Boina", so Toiminou Abdou, ein Journalist aus Komoren.