​Vor wenigen Tagen verkündete Arjen Robben, dass er den ​FC Bayern München im Sommer verlassen wird. Bevor der Flügelspieler für ein Jahrzehnt für den Rekordmeister auf Torejagd ging, wechselte er zu Beginn seiner Karriere von PSV Eindhoven zum FC Chelsea. In einem Interview gab der Niederländer nun unter anderem preis, dass er damals um ein Haar bei ​Manchester United gelandet wäre.


Im Sommer 2004 war für den Offensivspieler klar, dass er sich weiterentwickeln möchte und die heimische Eredivisie dafür verlassen muss. Auch seinem Klub PSV Eindhoven war klar, dass sie das aufstrebende Talent nicht halten können und daher ging es lediglich darum möglichst viel Geld einzunehmen. Auf seiner Suche nach einem Klub hatte sich der Holländer dabei auch mit den Verantwortlichen von Manchester United getroffen. "Ich hatte mich mit Sir Alex Ferguson zum Essen getroffen, wir haben uns gut unterhalten. Ich habe mir sogar das Trainingsgelände angeschaut, alles schien perfekt", so der heute 34-Jährige im Gespräch mit FOURFOURTWO.

Chelsea v Birmingham City

Arjen Robben konnte in London schnell Fuß fassen



Dabei versicherte der Flügelflitzer, dass er bei einem Angebot der Red Devils nicht gezögert und sofort unterschrieben hätte. Es kam jedoch nie zu einem konkreten Angebot und sein damaliger Verein hatte mit dem FC Chelsea bereits einen Abnehmer gefunden. Nach einem kurzen Treffen an der Stamford Bridge war auch Robben schnell von den Blues überzeugt. Im Nachhinein bereut der Rechtsaußen nach eigener Aussage nichts. Beim Hauptstadklub spielte der damals 20-Jährige unter dem strengen Coach Jose Mourinho. Dabei kann der Angreifer jedoch nichts Negatives über seine Zeit mit dem exzentrischen Startrainer erzählen und unterstrich, dass der Portugiese ihm viel Vertrauen geschenkt habe.


Auch von den vielen Verletzungen in seiner Zeit in England hatte er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. 2007 war die Zeit dennoch reif für eine Luftveränderung und er wechselte zu Real Madrid. Obwohl er bei den Königlichen zwischenzeitlich durchaus zu überzeugen wusste, musste er im Sommer 2009 weichen. Dabei habe ihm sein damaliger Trainer Manuel Pellegrini versichert, dass er ihn eigentlich gerne weiterhin in seinen Reihen hätte. Klub-Boss Florentino Perez entschied jedoch, dass man nach den Einkäufen von Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Kaka etwas Geld generieren müsse.

Real Madrid's Dutch midfielder Arjen Rob

Bei Real Madrid war Arjen Robben nicht immer die erste Wahl



Doch der Stürmer hatte Glück im Unglück und so war der Weg frei für den wohl wichtigsten Transfer in seiner Karriere "Es war schwer, aber ich entschloss mich zu wechseln und bei Bayern zu unterschreiben. Später hat sich dies als die beste Entscheidung meiner Karriere herausgestellt." Mittlerweile hat der Routinier stolze 305 Spiele für die Münchner auf dem Buckel und schoss den Klub 2013 zum Titel in der Champions League.