​Im Sommer 2017 trennte sich ​Borussia Dortmund lang langem Hin und Her von Flügelflitzer ​Ousmane Dembele. Doch nachdem sich der Franzose erfolgreich von den Borussen weggestreikt hatte, fiel er auch bei seinem neuen Klub ​FC Barcelona schon wiederholt negativ auf. In einem Interview blickte der Sportdirektor Michael Zorc daher recht süffisant in Richtung der Katalanen.


Beim BVB läuft derzeit alles wie am Schnürchen. In der Liga liegt man nach 13 Spieltagen mit sieben Punkten Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach auf dem ersten Tabellenplatz und auch in der Champions League konnte man bereits das Ticket fürs Achtelfinale buchen. Michael Zorc zeigte sich daher in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tiefenentspannt und konnte sich dabei eine Spitze in Richtung FC Barcelona und Ex-Borusse Ousmane Dembele nicht verkneifen. 

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Ousmane Dembele macht sich auch beim FC Barcelona nicht nur Freunde



Dieser war zuletz bei dem amtierenden spanischen Meister immer wieder durch Disziplinlosigkeiten aufgefallen. Auch deshalb weint der erfahrene Funktionär dem begnadeten Fußballer keine Träne hinterher. "Jetzt, da er in Barcelona spielt, bei einem der größten Klubs der Welt, treten diese Disziplinlosigkeiten offenbar immer noch auf", so der 56-Jährige. Dabei nehme er "mit Erleichterung zur Kenntnis", das das nicht immer tadellose Benehmen des Offensivspielers somit wohl "nichts mit den Verhältnissen hier beim BVB zu tun hatte".


Doch nicht nur Dembele sorgte durch seinen Streik, der für die Schwarz-Gelben immerhin in einer Ablösesumme von 105 Millionen Euro mündete, immer wieder für negative Schlagzeilen. Auch Pierre-Emerick Aubameyang, der mittlerweile für den FC Arsenal auf Torgejagd geht, brachte immer wieder Unruhe in den Verein. Zorc sprach daher von einer "Spirale, die irgendwann nur noch schwer zu stoppen war". Dabei warf er dem Gabuner auch die ein oder andere Disziplinlosigkeit vor und brachte es mit einer markigen Aussage auf den Punkt: "Wenn der eine streikt und der andere keine Uhr zu haben scheint, dann hat das schon Auswirkungen nach außen und nach innen."

Manchester United v Arsenal FC - Premier League

Pierre-Emerick Aubameyang war abseits des Rasens nicht immer zuverlässig



Mit Hilfe der Einnahmen, die durch die Verkäufe der beiden Unruhestifter generiert werden konnten, gelang den Dortmundern in diesem Sommer der Kaderumbruch. Dabei verkörpern Axel Witsel, Thomas Delaney und Paco Alcacer eine andere Sorte Spieler. Statt abseits des Rasens für Furore zu sorgen, beschränken sich die Neuzugänge aufs Wesentliche und wecken damit Erinnerungen an die Glanzzeiten unter Jürgen Klopp, als stets das Kollektiv der Star war.