​Ende September 2017 besiegelte die 0:3-Niederlage gegen Paris Saint-Germain das Aus von Carlo Ancelotti beim ​FC Bayern München. Nach knapp 15 Monaten musste der italienische Übungsleiter seine Koffer packen. In einem Interview sprach der 59-Jährige über seine Entlassung und kartete gegen den deutschen Rekordmeister nach. 


"Es war ein Zusammenstoß der Philosophien. Der Klub wollte seine Strukturen und seine Arbeitsweise nicht ändern", erklärte Ancelotti gegenüber der italienischen Tageszeitung Gazzetta dello Sport. "Es wurde nicht dieser Umbruch angestrebt, den sie heute vorantreiben", kritisierte der Ex-Bayern-Coach ​die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters. 


Seitens der Vereinsführung wurde das Fehlen einer klaren Spielphilosophie als Hauptgrund für das Aus von Ancelotti genannt. Dem Vernehmen nach hatte der 59-Jährige auch einige Führungsspieler gegen sich aufgebracht. Die Entlassung beim FC Bayern, mit dem der Italiener in der Saison 2016/17 die Meisterschaft feiern konnte, sei "die einzige bittere Erfahrung" in seiner Karriere gewesen. 

SSC Napoli v Red Star Belgrade - UEFA Champions League Group C

Fühlt sich wohl in Neapel: Carlo Ancelotti (r.) klatscht Lorenzo Insigne ab


Seit Juli sitzt Ancelotti beim SSC Neapel auf der Trainerbank. In der Serie A belegt der 59-Jährige mit den Azzurri derzeit Platz zwei. Der Rückstand auf den noch ungeschlagenen Tabellenführer ​Juventus Turin beträgt acht Punkte. "Natürlich muss man Wunder bewirken, um mit Juve Schritt zu halten", wird Ancelotti von der Sport Bild zitiert. Seine Mannschaft habe allerdings nicht nur in der Champions League ihr Potenzial unter Beweis gestellt. Die Gruppe C führt Neapel mit neun Punkten vor Paris Saint-Germain und dem ​FC Liverpool an.