Viele südamerikanische Fußballer versprechen sich vom Schritt nach Europa einen Karriereboost. Im Falle von Éder Militão scheint der Plan perfekt aufzugehen. Erst im Sommer kam er aus São Paulo zum FC Porto und avancierte zum Leistungsträger. Nun wird er unter anderem schon vom ​FC Barcelona beobachtet.


Mit seinen Leistungen in Liga und ​Champions League ruft der 20-jährige Neuzugang bereits die ganz großen Namen in den besten Ligen der Welt auf den Plan. Gegen den ​FC Schalke 04 erzielte Éder Gabriel Militão sein erstes Tor in Blau und Weiß und feierte den Treffer spektakulär mit einem Salto. Zweikampfstark, torgefährlich, dynamisch – kein Wunder, dass ihn mehrere Scouts beim 1:0-Sieg am Sonntag in der Liga beobachtet haben. Im Stadtderby gegen Boavista Porto spielte er wie gewohnt 90 Minuten und hielt die Null.


Wie das spanische Portal Sport berichtet, soll der Abwehrspieler von großen Teams aus Spanien, England und Frankreich beobachtet werden. Konkret habe der FC Barcelona starkes Interesse an dem geschulten Rechtsverteidiger, der bei Porto in der Zentrale abräumt. Neben dem verletzungsanfälligen Samuel Umtiti und dem teilweise schwächelnden Gerad Piqué könnte Barça eine frische Kraft in der Innenverteidigung gebrauchen.


Neben den Katalanen soll auch ​Manchester United Scouts entsendet haben. Außerdem sollen auch ​Juventus Turin, der FC Sevilla und ​Atlético Madrid ein Auge auf Militão geworfen haben. Seine Leistungen auf der großen Fußballbühne qualifizieren ihn jedenfalls für größere Aufgaben. Laut dem Netzwerk ScoutsAttending waren auch Scouts des ​Hamburger SV, des FC Basel, von Stade Rennes und des OSC Lille auf der Tribüne. Gegen die großen Namen zögen sie sicherlich den Kürzeren.

Direkt nach seinem Wechsel zum FC Porto setzte das Objekt der Begierde noch drei Spiele aus, aber seitdem kommt er durchgehend über 90 Minuten zum Einsatz. Militão hat bis 2023 bei den Dragões unterschrieben und könnte somit einige Rekorde knacken, wenn er bereits im nächsten Sommer von einem Top-Klub geholt werden sollte. Porto hat nur vier Millionen Euro für ihn gezahlt, was die Hälfte seines damaligen Marktwerts darstellte. Der FC São Paulo verkündigte nach dem Transfer, dass man sich „nach wochenlangen Verhandlungen“ einig geworden sei. Militãos Vertrag wäre im Januar 2019 ausgelaufen.


Nun könnte es Schlag auf Schlag gehen. Mit Porto in der Champions League zu spielen, wäre dann nur der erste Schritt auf dem Weg zum Weltklassespieler gewesen, wenn er tatschlich zum FC Barcelona wechseln sollte. Porto würde sich das namhafte Interesse sicherlich gut bezahlen lassen.