​Vor Kurzem hat ​Arjen Robben verkündet, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim ​FC Bayern München nicht verlängern wird. Geht es nach seinem ehemaligen Teamkollegen Mario Gomez, könnte der Angreifer dem Rekordmeister jedoch in einer Rolle in der Münchner Führungsetage erhalten bleiben. Im Gegensatz zu ​Oliver Kahn eignet sich der Niederländer für diesen Posten jedoch nur bedingt.


Bislang wurden bei der Suche nach Nachfolgern für die Klub-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge bereits einige Kandidaten genannt. Dabei kristallisierte sich zuletzt jedoch heraus, dass die beiden Übervätter den Münchenern wohl noch für ein paar Jahre erhalten bleiben und neue Verantwortliche erst langsam an ihre neuen Aufgaben herangeführt werden sollen. Die langjährigen Anführer des amtierenden deutschen Meisters bestätigten bereits, dass man sich intensiv mit dem Namen Oliver Kahn beschäftigt.

Neben Kahn wurden auch mehrere bereits erfahrene Manager gehandelt. VfB-Angreifer Mario Gomez zeigte zuletzt im Rahmen einer Veranstaltung der Stuttgarter Nachrichten jedoch eine kreativere vermeintliche Lösung auf und erklärte, dass er sich gut vorstellen könne, dass Robben im Sommer seine Fußballstiefel endgültig an den Nagel hängen wird und dann ein Funktionärsamt bei den Bayern ausfüllt. Dabei erläuterte der ehemalige deutsche Nationalspieler seinen Gedankengang und verwies darauf, dass "ehemalige Spieler mit Hirn", bei den Bayern immer eine Chance kriegen.


Dieser Plan hat jedoch so manchen Haken. So scheint es aktuell alles andere als sicher, dass Robben seine aktive Karriere im Sommer wirklich bereits ausklingen lassen will. So mag der 34-Jährige zwar womöglich nicht mehr in der Lage sein, jede Woche Topleistungen abzuliefern, einem Wechsel etwa in seine niederländische Heimat stünde jedoch mit Sicherheit nichts im Wege. Doch selbst wenn sich der Flügelflitzer tatsächlich bereit erklären würde, einen administrativen Posten beim Rekordmeister zu übernehmen, darf hinterfragt werden, ob dies der Weisheit letzter Schluss wäre.

Kawasaki Frontale v Jubilo Iwata - J.League J1

Oliver Kahn schreckt nicht vor unbequemen Wahrheiten zurück


In der Vergangenheit machten die Bayern zwar mit Ex-Spielern mit Stallgeruch viele gute Erfahrungen, Hasan Salihamidzic hat derzeit aber doch immer wieder mit Autoritätsproblemen zu kämpfen. Zudem wäre Robben zwar mit Sicherheit in der Lage sehr eng mit der Mannschaft zusammen zu arbeiten, ob er jedoch die nötige Distanz wahren könnte, ist fraglich - auch wenn er bekannt dafür ist, auch mal unbequeme Wahrheiten auszusprechen. 


Bei Kahn gestaltet sich die Situation da schon anders. Der ehemalige Torhüter beendete seine aktive Laufbahn bereits vor zehn Jahren und ist mittlerweile in der Lage, die Situation bei den Bayern von außen zu betrachten und somit eine schonungslose Analyse durchzuführen. Bei Robben hingegen könnte der Verdacht der Vetternwirtschaft beim internationalen Spitzenklub nur noch verstärkt werden.