Massimiliano Mirabelli sagte aus, dass man mit dem ​AC Milan kurz davor stand, Cristiano Ronaldo von ​Real Madrid abzulösen. Gegenüber der Mediengruppe Telelombardia behauptet der frühere Sportdirektor der Mailänder, dass man bereits eine Einigung erzielt habe, bevor die lebende Legende zum Rivalen aus Turin wechselte.


Als Cristiano Ronaldo andeutete, Real Madrid im Sommer verlassen zu wollen, rief das halb Europa auf den Plan. Viele hätten ihn gerne gehabt – und allen hätte ein Spieler seines Formats gut zu Gesicht gestanden. Den Zuschlag bekam schließlich ​Juventus Turin, wo sich Ronaldo bereits mit elf Toren und sieben Assists in die Herzen schoss.


Doch scheinbar war noch ein weiterer Verein sehr nah dran, dem Portugiesen eine neue Heimat zu bieten: Mirabelli verriet dem italienischen Fernsehnetzwerk Telelombardia, dass der AC Milan kurz vor einer Einigung mit Cristiano Ronaldo gestanden haben soll. So habe man bereits persönlich Details besprochen, wie beispielsweise die Teilnahme an der unterklassigen Europa League. „Es hätte ihm nichts ausgemacht, nicht an der ​Champions League teilzunehmen“, erklärte Milans früherer Manager; daran sei es auch nicht gescheitert. „Er hat uns gesagt: ‚Ich habe nie die Europa League gewonnen, deshalb will ich den Titel holen‘“, verriet Mirabelli.


Schließlich sei es am Geld gescheitert, analysierte der 49-jährige Funktionär. Alles sei in die Wege geleitet worden, doch dann haben ihm die Rossoneri mitgeteilt, dass man nicht genügend Ressourcen für die Ablöse des Superstars gehabt habe. „Wir hatten eine Übereinkunft“, wird Mirabelli zitiert, doch dann musste Milan einräumen, dass man sich ein solches Kaliber doch nicht leisten könne. Für Mirabelli war dann auch Schluss als Manager Milans, nachdem die großen Transfers ausblieben.


Spal v AC Milan - Serie A

Massimiliano Mirabelli stand wohl kurz vor dem größten Deal seiner Karriere


So konnte Juventus Turin zuschlagen: Für 117 Millionen Euro lockte die Alte Dame den nicht mehr ganz jungen Portugiesen in das Piemont. Für Ronaldo selbst wird das wohl eine passende Entscheidung darstellen, denn neben dem fürstlichen Gehalt spielt er in der Königsklasse und trifft in allen Wettbewerben quasi am laufenden Band.


Milan hatte das Nachsehen, wenn man Mirabelli glauben darf, denn es habe nicht viel gefehlt, um den Deal perfekt zu machen. Kurz nach dem Wechsel Ronaldos zu Juve kam bereits an Tageslicht, dass ein Engagement beim SSC Neapel im Raum stand. Ronaldos Berater Jorge Mendes offenbarte, dass er den fünffachen Weltfußballer bei den Azzurri angeboten habe. Doch auch dort sei es schließlich am Finanziellen gescheitert. Einen Torriecher wie den Ronaldos muss man sich eben einiges kosten lassen.


Auch wenn sich Ronaldo selbst in den Gesprächen nicht allzu wählerisch gegeben haben dürfte – was für ihn spricht – ist am Ende doch das beste Angebot und die dickste Brieftasche entscheidend dafür gewesen, die begehrteste Personalie des Sommers an sich zu binden. Bei Juventus verdient er ein kolportiertes Jahresgehalt von 31 Millionen Euro.