​Am vergangenen Samstag konnte der ​VfB Stuttgart im Heimspiel gegen den FC Augsburg zwar einen wichtigen 1:0-Sieg einfahren, dennoch laufen die Schwaben in dieser Saison den hohen Ansprüchen meilenweit hinterher. Nach 13 Spieltagen liegen die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz und insbesondere im Offensivspiel hat die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl noch sehr viel Luft nach oben. Präsident ​Wolfgang Dietrich hat den Ernst der Lage erkannt und offenbarte seine Überlegungen für die Transferperiode im Winter.


Bereits vor der Saison hatte der VfB eine Menge Geld in die Hand genommen und legte satte 35 Millionen Euro für Neuzugänge auf den Tisch. 


In einem Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten beteuerte der Klub-Boss nun dennoch, dass der Traditionsverein über genügend Mittel verfüge, um den Kader so zu verstärken, "wie es notwendig ist". Daher wolle man sich in den nächsten Wochen Zeit nehmen, um Entscheidungen zu treffen.

VfB Stuttgart v Dynamo Dresden - Second Bundesliga

Wolfgang Dietrich sieht beim Kader des VfB Handlungsbedarf


Gegenüber der BILD wurde der 70-Jährige noch konkreter und gab Einblick in die Planspiele der Stuttgarter. Dabei betonte Dietrich erneut die solide wirtschaftliche Basis des größten Sportvereins in Baden-Württemberg und erklärte, dass man mehr Geld zur Verfügung habe, "als wir im Winter ausgeben wollen". Obwohl Sportvorstand Michael Reschke in der Vorsaison im Winter die Rückholaktion von ​Mario Gomez gelungen war, bezeichnete der Präsident den Transfermarkt in der Winterpause als "sehr überschaubar".


Da sich nur die wenigsten Vereine im Winter bereit erklären, einen ihrer Stammspieler abzugeben, müsse man beim VfB vor allem potenzielle Leihspieler ins Auge fassen. Dabei hofft Dietrich darauf, dass es den Schwaben gelingt, im besten Falle zwei "Top-Spieler" zu verpflichten, "die woanders nicht zum Zuge kommen". 


Angesichts der prekären tabellarischen Lage wohl keine ungewöhnliche Herangehensweise - ob weitere nicht im Saft stehende Spieler den ohnehin lahmenden VfB jedoch wieder auf die Erfolgsspur hieven können, darf bezweifelt werden. Die Personalie Gonzalo Castro, der bislang überhaupt noch nicht überzeugen konnte, darf hier als mahnendes Beispiel aufgeführt werden.