​Bayern-Präsident Uli Hoeneß musste in den letzten Tagen reichlich Kritik einstecken. Auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag bekam der 66-Jährige deutlich zu spüren, dass einige Fans ihm nicht mehr wohlgesonnen gegenüberstehen. Auf einer Veranstaltung in Stuttgart äußerte sich der Weltmeister von 1974 ​erneut zur Kritik an seiner Person. 


Hoeneß war am Montagabend bei einer Veranstaltung der Stuttgarter Nachrichten zu Gast. Der 66-Jährige sprach dort unter anderem auch über die Jahreshauptversammlung, bei der Bayern-Mitglied Johannes Bachmayr die Vereinsführung und insbesondere den Präsidenten scharf kritisierte. "Der hat gar keine Fragen gestellt, hat nur von seinem Computer - wahrscheinlich von außen gesteuert - die Dinge losgelassen. Das war eine sehr vorbereitete Rede", wird ​Hoeneß von Sport1 zitiert.

Der gebürtige Ulmer wollte sich auf der Jahreshauptversammlung nicht weiter zu den Vorwürfen von Bachmayr äußern, was einige Fans mit Buhrufen und Pfiffen quittierten. "Das hat es beim FC Bayern noch nicht gegeben. Ich bin der Meinung, der FC Bayern muss Vorbild sein - auch seine Fans und Mitglieder", betonte Hoeneß. "Am Freitag hat die Sachlichkeit gefehlt. Das macht mich unruhig. Das muss nicht, aber könnte ein Einschnitt auch bei der Entwicklung bei unseren Fans sein."

FC Bayern Muenchen Annual General Assembly

Wurde auf der Jahreshauptversammlung mit Pfiffen bedacht: Uli Hoeneß


Der 66-Jährige ist der Meinung, dass "seit Wochen eine Kampagne läuft, speziell auch gegen mich". Hoeneß werde sich über Weihnachten mit seiner Familie zusammensetzen und beraten, wie es weitergeht. Der Präsident ließ zudem offen, ob er sich im kommenden Jahr erneut zur Wahl stellt. "Ich versuche den FC Bayern in ein ruhiges Fahrwasser zu führen, bevor ich aufhöre. Und wenn das möglich ist, möchte ich das tun", so der Weltmeister.