​Vor dem Duell gegen​ Bayer Leverkusen am heutigen Montagabend hat ​Nürnbergs Trainer Michael Köllner eine Jobgarantie ausgesprochen bekommen. Damit geht der Aufsteiger aus Franken einen beruhigend anderen Weg, als es der eine oder andere Liga-Konkurrent schon gezeigt hat.


Als Aufsteiger in die ​Bundesliga hat man es inzwischen immer schwerer, die Klasse zu halten. Zu groß erscheint inzwischen das Leistungsgefälle zwischen der ersten und der zweiten Liga. Da ist ein Klassenerhalt nach einem Aufstieg keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, wie auch gerade die Düsseldorfer Fortuna und der Club aus Nürnberg leid- und schmerzvoll erfahren müssen.


Während die Rheinländer inzwischen den letzten Tabellenplatz nach der 0:1-Niederlage gegen Mainz am vergangenen Freitag belegen, stehen die Franken immerhin noch auf dem Relegationsrang. Doch auch hier stehen nach zwölf Spielen gerade mal zwei Siege zu Buche, die Punkteausbeute mit zehn Zählern bislang bleibt überschaubar.

Doch nun bekam FCN-Trainer Michael Köllner eine Jobgarantie ausgesprochen, die sicher weiterhin für viel Ruhe am Valznerweiher sorgen wird, sodass man auch weiterhin mit klarem Blick die Saison planen und spielen kann. Denn die Garantie gilt nicht nur für die kommenden Wochen, sondern soll selbst im Abstiegsfall bestand haben. Damit würde der Club den Weg des SC Freiburg gehen, die bereits seit 2011 Christian Streich als Übungsleiter unter Vertrag haben und mit dem man ebenfalls den Gang in die Zweitklassigkeit antrat.


In der Montagsausgabe des kicker erklärte Club-Vorstand Andreas Bornemann: „Er bleibt unser Trainer. Das schließt für mich ein, mit ihm auch in die zweite Liga zu gehen. Wir sind in den nächsten Jahren darauf angewiesen, Spieler weiterzuentwickeln. Und darin ist er hervorragend. Er hat es geschafft, eine homogene Mannschaft zu formen und ihr eine Idee mitzugeben.“


Ein Weg, der absolut Sinn macht, wenn man sich vergegenwärtigt, dass der Verein weiterhin auf dem Weg der Konsolidierung ist, wie auch Bornemann weiter ausführt. „Stabilisierung und Etablierung sind erst der nächste und übernächste Schritt“, so der 47-Jährige. „Wir werden weiter auf Transfereinnahmen angewiesen sein und müssen darüber hinaus in allen relevanten Erlöskategorien nachziehen. Erst dann haben wir überhaupt eine Chance, in den nächsten Bereich vorzustoßen.“ Und da man mit Michael Köllner bereits einen Fachmann für das Weiterentwickeln von jungen Talenten gefunden hat, wäre es auch ein großer Fauxpas, sollte man diesen vor die Türe und damit alles aufs Spiel setzen, was man sich bislang so mühsam aufgebaut hat.