​Der ​VfL Wolfsburg drohte zuletzt nach einem guten Saisonstart langsam in den Tabellenkeller abzurutschen. Auch ein Blick auf den Spielplan machte den Anhängern der Niedersachsen wenig Hoffnung, schließlich warteten mit RB Leipzig und Eintracht Frankfurt zwei echte Brocken auf das Team von Trainer Bruno Labbadia. Doch für viele Experten völlig überraschend, holten die Wölfe gegen beide Teams alles aus sich heraus und wittern nach zwei Siegen in Folge wieder Morgenluft.


Beim Heimspiel gegen RB Leipzig am zwölften Spieltag präsentierten sich die Niedersachsen bereits stark formverbessert. Dabei profitierten die Wölfe auch von einer klugen taktischen Umstellung ihres Coachs. Agierte man zuvor häufig in einem 4-3-3-System, setzte der 52-jährige Fußballlehrer gegen die Sachsen auf eine Anordnung im 4-3-1-2. 


Die Maßnahme war durchaus mutig, schließlich setzte er mit Daniel Ginczek und Wout Weghorst auf zwei echte Spitzen. Die beiden bulligen Angreifer wurden dabei von Spielmacher Admir Mehmedi mit Zuspielen gefüttert. Zudem stieß der Schweizer auch immer wieder selbst in die vorderste Front und konnte so auch selbst für Torgefahr sorgen.

VfL Wolfsburg v RB Leipzig - Bundesliga

Neuzugang Wout Weghorst hat sich bereits als echte Verstärkung erwiesen


Der Mut des ehemaligen Angreifers wurde belohnt und die Niedersachsen konnten nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg einfahren. Dabei wurden sie für die Bullen zum Partyschreck und bescherten den Gästen nach deren Auftaktniederlage am ersten Spieltag erst die zweite Saisonniederlage. Gegen Frankfurt knüpfte das Team am Wochenende nahtlos daran an und behielt auch in der Fremde mit 2:1 die Oberhand. 


Auch hier waren Ginczek und Mehmedi mit jeweils einem Treffer maßgeblich beteiligt und beendeten erneut eine lange Erfolgsserie des Gegners. Vor der Nullnummer gegen die Wölfe hatten die Hessen alles in Grund und Boden geschossen und blieben seit der Niederlage am 5. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach sowohl in der Bundesliga, als auch in der Europa League ohne Niederlage.

FBL-GER-BUNDESLIGA-FRANKFURT-WOLFSBURG

Trainer Bruno Labbadia nahm kluge Veränderungen vor


Als Lohn für die starken Leistungen gegen die beiden Europapokalteilnehmer, robbten sich auch die Wolfsburger klammheimlich wieder in Richtung der oberen Tabellenregionen. Aktuell auf Platz acht liegend, hat die Labbadia-Elf nur drei Punkte Rückstand auf die sechstplatzierte TSG 1899 Hoffenheim. Dabei sollte die Mannschaft jedoch weiterhin von Spiel zu Spiel denken und sich nicht von den zuletzt äußerst positiven Eindrücken blenden lassen. Am Wochenende wartet im direkten Duell mit den Kraichgauern schließlich bereits die nächste Bewährungsprobe.