​Vor rund einem Jahr musste Stefan Luitz einen herben Rückschlag in seiner Karriere hinnehmen. Der hochveranlagte Skifahrer hatte sich bei einem Weltcuprennen in Italien einen Kreuzbandriss zugezogen und arbeitete seitdem monatelang an seinem Comeback. Am Sonntag gelang dem Deutschen dabei eine triumphale Rückkehr. In seinem erst zweiten Rennen nach seiner Verletzung überraschte das Ski-Ass die Konkurrenz und gewann den Riesenslalom von Beaver Creek (USA).


Bereits nach dem ersten Lauf lag der gebürtige Bayer knapp in Führung. Vor knapp einem Jahr hatte er an gleicher Stelle ebenfalls geführt, damals versagten bei dem Talent jedoch die Nerven und er konnte den Sieg nicht nach Hause fahren. Dieses Mal demonstrierte der Comebacker jedoch Nervenstärke und konnte sich trotz einiger leichter Wackler im zweiten Lauf gegen Gesamtweltcup-Rekordsieger Marcel Hirscher und den ebenfalls favorisierten Thomas Tumler durchsetzen.

Nach dem Rennen zeigte sich der Skirennläufer überglücklich und konnte sein Glück selbst kaum fassen. "Es ist unglaublich, die Ziellinie zu überqueren und dann die Eins zu sehen", wird der Sieger von der Sport Bild zitiert. Dabei erklärte der ehrgeizige Profi, dass er sich für die Zukunft noch eine Menge vorgenommen hat und sah bei sich selbst noch jede Menge Verbesserungspotenzial: "Ich versuche jetzt, nach der Verletzung nach und nach Schritte nach vorne zu machen." Auch der geschlagene Hirscher zollte seinem Kontrahenten Respekt und unterstrich, dass der Deutsche "mit den schwersten Weg aller Weltcup-Fahrer" hatte zurücklegen müssen.


Nicht nur für Luitz war der Erfolg in den USA ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere, auch aus deutscher Sicht war es ein historisches Ereignis. Der Erfolge des Mannes aus Bolsterlang war erst der dritte deutsche Riesenslalom-Sieg bei den Männern. Zuvor konnten lediglich Max Rieger im Jahre 1973 und Felix Neureuther 2014 die Konkurrenz hinter sich lassen.