​Der Nachwuchstürmer Callum Hudson-Odoi soll beim ​FC Chelsea London bald einen neuen Vertrag unterschreiben. Aber noch hält er sich mit einem langfristigen Versprechen zurück. Er fordert einen Stammplatz in der ersten Mannschaft.


Er ist zwar hochtalentiert, aber erst 18 Jahre alt. Und dennoch stellt Callum Hudson-Odoi hohe Ansprüche an sich und an seinen Verein. Bislang ist er nur in der U23 der Blues eine feste Größe: Es stehen fünf Einsätze in der Reservemannschaft zu Buche, doch eigentlich strebt er andere Ziele an.


Seine Vertragsverlängerung soll kurz bevor stehen, wenn es nach den Verantwortlichen im Verein geht. Seine Arbeitspapiere laufen bis 2020, sodass er spätestens im Sommer Begehrlichkeiten wecken dürfte.


Dem Vernehmen nach haben auch schon deutsche Bundesligavereine ihr Interesse an Hudson-Odoi angemeldet, die britische The Sun bringt auch den ​FC Bayern ins Gespräch. Das Boulevard-Blatt nennt außerdem klangvolle Namen aus Spanien und Italien als Interessenten. Die zweite Liga, die Championship, komme daher nicht in Frage, mutmaßt der englische Telegraph. Und auch nicht die Reservemannschaft der Londoner.


Die Situation bei Chelsea ist sicherlich eine Hürde für einen jungen Spieler ohne große Leistungsnachweise. „Das ist normal“, befand Trainer Maurizio Sarri, der viel von Hudson-Odoi hält: „Ich möchte einen Platz für ihn finden. Es ist nicht sehr einfach, weil wir 28 Spieler haben. Es ist sehr schwierig, aber ich werde es versuchen“, erklärte er im Rahmen der Europa-League-Partie unter der Woche.

Beim 4:0 gegen PAOK Saloniki stand Hudson-Odoi zum achten Mal für die Profis auf dem Platz und glänzte mit seinen ersten Torbeteiligungen für seinen Jugendverein. "Ich konnte es ncht glauben, dass ich heute meine Chance bekomme", erklärte er nach der Partie zufrieden. Doch er weiß, dass es noch weiter gehen kann. Es soll auch bereits Angebote für ein Leihgeschäft gegeben haben, wobei das wohl nicht die bevorzugte Option für den Linksaußen ist. Außerdem hat Chelsea aktuell bereits 39 Spieler entliehen, da sie keine Chance auf Spielpraxis an der Stamford Bridge haben.


Allerdings könnte es Regelanpassungen für Leihgeschäfte geben: Zukünftig soll ein Premier-League-Klub nur noch eine begrenzte Zahl von Spielern an andere Vereine verleihen dürfen. Dies könnte auch junge Spieler betreffen, allerdings erwarten die Vereine eine Sonderregelung für Eigengewächse und für Leihen innerhalb Großbritanniens.


Was Hudson-Odoi betrifft, wäre er aus Sicht Chelseas sicherlich auch ein Kandidat für eine zeitweise Abgabe. Doch bei seiner kurzen Vertragslänge wird dies wohl nicht in Frage kommen. Insofern stagnieren die Gespräche über die Zukunft des gebürtigen Londoners. Ohne Stammplatz keine Unterschrift – ohne Vertrag keine Leihe – ohne Leihe keine Spielpraxis.