​Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt hat einen neuen Trainer - aber erst ab Sonntag. Jens Keller tritt dann erst nach der Partie gegen den ​HSV am Samstag seinen Dienst an. Bis dahin leitet Interimscoach Roberto Pätzold das Team.

Der ​FC Ingolstadt hat in der laufenden Zweitligasaison bereits den zweiten Trainerwechsel vollzogen. Nachdem sich die Schanzer Ende September bereits von Stefan Leitl getrennt hatten und Ex-Werder-Coach Alexander Nouri übernommen hatte, musste dieser nach nur acht Spielen wieder seinen Hut nehmen.


Unter Nouri gelang dem FCI, der mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war, in acht Spielen lediglich drei Remis. Die restlichen fünf Begegnungen wurden verloren. Nach 14 Spieltagen und mageren acht Zählern insgesamt bedeutet das die rote Laterne im Unterhaus. 


Richten soll es nun Jens Keller. Der ehemalige Übungsleiter von Schalke 04 und Union Berlin war schon nach dem Leitl-Aus als heißer Kandidat gehandelt worden. Mit ein wenig Verzögerung gelang es den Schanzern nun, den 48-Jährigen zu verpflichten. Keller war nach seinem überraschenden Aus bei Union seit Anfang Dezember 2017 ohne Job.

Am Freitagnachmittag teilte der Klub die Keller-Verpflichtung offiziell mit. Der neue Übungsleiter hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben, nimmt seine Arbeit aber erst ab Sonntag auf. Heißt: Am Samstag im Heimspiel gegen den HSV (13 Uhr) sitzt noch Interimscoach Roberto Pätzold auf der FCI-Bank. Keller wird dann erst eine Woche später, ebenfalls am Samstag, in Darmstadt sein Debüt geben.


"Wir sind nach den gemeinsamen Gesprächen zur Überzeugung gekommen, dass unsere Mannschaft unter Jens Keller wieder in die Spur findet und erfolgreich punkten wird“, wird Geschäftsführer Sport und Kommunikation Harald Gärtner auf der Vereinshomepage zitiert. "Wir sind froh, nun Klarheit zu haben, jeder weiß somit, wie es nach der Partie weitergeht. Jetzt gilt unsere Konzentration ausschließlich dem Heimspiel gegen den Hamburger SV am morgigen Samstag, bei dem Roberto Pätzold die Mannschaft coachen wird. Danach richtet sich unsere ganze Aufmerksamkeit auf den Neustart unter der Leitung von Jens."