​Nach dem schwachen 3:3-Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf konnte sich der ​FC Bayern München unter der Woche mit einem 5:1-Kantersieg in der Champions League gegen Benfica teilweise rehabilitieren. Dadurch konnte das Team von Trainer ​Niko Kovac gerade noch rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung am Freitag ein positives Signal senden. Der Vorstandsvorsitzende ​Karl-Heinz Rummenigge stärkte nun seinem Cheftrainer den Rücken, erklärte jedoch auch, dass der Coach ein paar Veränderungen vornehmen muss.


So unterstrich der erfahrene Funktionär im Rahmen einer Veranstaltung gegenüber der Abendzeitung, dass man gerne an dem Kroaten festhalten würde. "Es ist der Wunsch von uns allen beim FC Bayern, dass wir lange mit ihm zusammenarbeiten. Ich wünsche mir, dass er nicht nur an Heiligabend 2018 unser Trainer ist, sondern auch an Heiligabend 2019 und 2020", so der 63-Jährige. 


Darüber hinaus betonte der ehemalige Angreifer die großen Qualitäten des Fussballlehrers: "Er kennt Bayern München. Er ist ein extremer Charakter – im positiven Sinne. Er ist ein Mensch, der mir gefällt."

FC Bayern Muenchen v SL Benfica - UEFA Champions League Group E

Trainer Niko Kovac geriet zuletzt häufig in die Kritik


Entgegen der landläufigen Meinung könnte Kovac daher womöglich doch zumindest bis zur Winterpause die Chance erhalten, den schwankenden Riesen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Einen weiteren Patzer kann sich der Übungsleiter aber wohl kaum mehr erlauben, schließlich beträgt der Abstand zum Tabellenführer Borussia Dortmund bereits jetzt neun Punkte. Nach dem Erfolg gegen Benfica hatte Rummenigge bereits klare Kante gezeigt. "Ich sehe einen Trainer, der kämpft, der bereit ist, ein paar Dinge zu verändern. Und er muss auch ein paar Dinge verändern", wird der gebürtige Westfale von transfermarkt.de zitiert. 


Ein Hintertürchen ließ sich der gewiefte Fußballfachmann dabei freilich jedoch offen und erklärte, dass "am Ende des Tages" natürlich auch die Ergebnisse stimmen müssen. "Platz fünf ist nicht der Platz, der am Ende der Saison belegt werden darf", so der langjährige Boss der Bayern. 


Auch zu seiner persönlichen Situation ließ sich Rummenigge ein paar Aussagen entlocken und betonte, wie zuletzt auch sein Spezi Uli Hoeneß, dass er bereits über seinen möglichen Nachfolger nachdenke. "Man muss auch bereit sein, irgendwann loszulassen. Ich möchte nicht zum Friedhof der Kuscheltiere gehören", so der Bayern-Chef. Eine konkrete Entscheidung, etwa in Richtung des zuletzt kolportierten Oliver Kahn, sei jedoch noch nicht gefallen.