​Nachdem das ​Rückspiel im Finale der Copa Libertadores zwischen den beiden argentinischen ​Stadtrivalen River Plate und Boca Juniors aufgrund von schweren Ausschreitungen zweimal verschoben werden musste, hat der südamerikanische Verband CONMEBOL nun eine Entscheidung getroffen und erklärt, wann und wo das Spiel nun doch stattfinden wird. Zudem muss sich River Plate auf eine empfindliche Geldstrafe einstellen.


Im Vorfeld des Rückspiels hatten Teile der Fans von River Plate den ​Mannschaftsbus der Gäste attackiert und dabei mehrere Spieler verletzt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des Disziplinargerichts wurde nun das Strafmaß für den argentinischen Traditionsverein genannt. So muss River Plate in den ersten beiden Partien im kommenden Jahr ohne Unterstützung der eigenen Anhänger auskommen und zudem soll der Klub eine Strafe von 400.000 Dollar zahlen.

River Plate hat bereits Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt. Aber auch Boca ist mit den Entscheidungen des Verbands nicht einverstanden. So hatten die Gäste einen Antrag gestellt auf das Rückspiel zu verzichten und plädierten darauf den Titel am grünen Tisch zugesprochen zu bekommen. Darüber hinaus zeigten sich beide Klubs unzufrieden darüber, dass das Finale nun im fernen Spanien ausgetragen werden wird. Am 9. Dezember, so die Entscheidung des Verbands, treffen die beiden südamerikanischen Klubs in der Spielstätte von Real Madrid aufeinander und werden im Santiago Bernabeu um die Copa kämpfen.


Eine weiterer Versuch, das Finale in Buenos Aires auszutragen war schnell vom Tisch, auch da dort ab Freitag der G20-Gipfel abgehalten wird. Neben Madrid hatten sich auch andere Metropolen bereit erklärt, die Partie auszurichten. Die spanische Hauptstadt konnte sich am Ende jedoch durchsetzten, auch da sie über die nötigen logistischen Voraussetzungen verfügt, ein solches Megaereignis ohne große Zwischenfälle zu stemmen.