Dem 1. FC Köln droht im Zuge des Wechsels von Anthony Modeste zum chinesischen Superligisten Tianjin Quanjian vom Sommer 2017 ein juristisches Nachspiel. Der Spielerberater Giacomo Petralito hat die Rheinländer auf zwei Millionen Euro Provisionsnachzahlung verklagt.


Unlängst klagte ein Bundesliga-Manager, dass bei Transferverhandlungen mit chinesischen Klubs "immer neue Verhandlungspartner" auftauchen, und man manchmal gar nicht mehr wisse, mit wem man überhaupt zu verhandeln habe.


So war es auch schon im Sommer letzten Jahres, als der Effzeh nach monatelangen, teilweise zu scheitern drohenden Verhandlungen mit diversen Vertretern des Super-League-Klubs Tianjin Quanjian endlich eine für alle Parteien zufriedenstellende Einigung erzielte: Modeste unterschrieb (finanziell gesehen) den Vertrag seines Lebens, Tianjin Quanjian konnte seinen Fans stolz einen renommierten Stürmer aus einer der stärksten Ligen Europas präsentieren und der Kölner Schatzmeister freute sich über einen Rekordtransfererlös von gut 30 Millionen Euro.


Knapp eineinhalb Jahre später ist für Anthony Modeste das Kapitel China schon wieder beendet. Aufgrund verspäteter Gehaltszahlungen kündigte der Franzose vor wenigen Tagen unilateral seinen Vertrag und heuerte bei seiner alten Liebe ​1. FC Köln an. Die Drohungen der Chinesen, diese Kündigung notfalls auch gerichtlich anzufechten, lässt die FC-Oberen vorerst kalt. Man sei rechtlich absolut auf der sicheren Seite, heißt es von Seiten der Offiziellen.

 

Doch damit nicht genug: Wie die Bild berichtet, hat der Spielerberater Giacomo Petralito eine Forderungsklage über zwei Millionen Euro eingereicht, die ihm zustünden, da er seinerzeit maßgeblich an der Abwicklung des Transfers vom Sommer 2017 beteiligt gewesen sei. Beim aktuellen Tabellenzweiten der 2. Bundesliga sieht man das naturgemäß etwas anders, so dass eine gerichtliche Auseinandersetzung unvermeidlich erscheint. Ausgang: offen. 


Für das Heimspiel am kommenden Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth (Sa., 13.00 Uhr) wurde Modeste wegen der noch fehlenden Spielberechtigung erneut nicht in den Kader berufen.