​Nach zwölf Spieltagen liegt ​Hannover 96 in der Bundesliga auf dem Relegationsplatz. Dabei kann sich das Team von Trainer ​Andre Breitenreiter bei der Konkurrenz aus Düsseldorf und Stuttgart bedanken, die bislang noch schlechter performt hat. Dennoch schrillen im Umfeld der Hannoveraner längst alle Alarmglocken. Kapitän ​Waldemar Anton will sich davon jedoch nicht beirren lassen und glaubt weiterhin fest an die Qualität seiner Mannschaft.


Der Deutsche ist mit seinen 22 Jahren der jüngste Spielführer in der Liga und will seiner wichtigen Rolle auch in dieser prekären Situation gerecht werden. Dabei entscheidet sich der zehnfache deutsche U21-Nationalspieler bislang für den Weg des aufmunternden Anführers und verzichtet darauf, seine Mitspieler scharf zu attackieren. Dennoch nimmt der Youngster kein Blatt vor den Mund und nannte in einem Gespräch mit der BILD die Gründe für die Misere der Niedersachsen.

RB Leipzig v Hannover 96 - Bundesliga

Kapitän Waldemar Anton zeigt sich kämpferisch


"Momentan ist unser Problem, dass wir zu viele kleine Fehler machen, die von Top-Mannschaften wie Gladbach eiskalt bestraft wurden. Das ist der Grund, warum wir solche Spiele verlieren", so Anton. Um den Tabellenkeller wieder zu verlassen, müsse man dies schleunigst abstellen. Dabei nahm er sich selbst keineswegs aus der Verantwortung raus. "Jeder muss sich noch mehr fokussieren und konzentrieren, auch ich", so der Leader, der in der Liga bislang in jeder Partie in der Startelf stand.


Unterm Strich ist der Innenverteidiger aber weiterhin von der Qualität seiner Mitspieler vollends überzeugt. "Wir haben genug Qualität, um die Klasse zu halten. Aber wir müssen immer als Mannschaft geschlossen und konzentriert auftreten", so der gebürtige Usbeke. Dabei betonte der Abwehrspieler, dass er in dieser Phase vorangehen müsse. "Jetzt bin ich vielleicht noch mehr gefragt, muss noch mehr Verantwortung übernehmen auf und neben dem Platz. Aber jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen", so der Abwehrboss.


Das Kapitänsamt empfindet der Youngster nicht als Bürde, vielmehr mache ihn die Rolle noch immer stolz. "Ich bin nicht der Typ, der sagt, dass er das nicht mehr will, wenn es nicht gut läuft. Ich will da rauskommen, wenn es nicht gut läuft", gibt sich der ehrgeizige Defensivspieler kämpferisch. Das Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC will er daher unbedingt gewinnen, auch wenn er der Mannschaft nicht zu viel Druck aufladen will: "Es ist ein wichtiges, aber kein Entscheidungsspiel. Es sind noch 22 Spiele."