​Die schwache Leistung des ​​FC Bayern München hat mit Sicherheit viele Gründe. Der Abgang des Mentalitätsmonsters​ Arturo Vidal in Richtung ​FC Barcelona, dürfte jedoch ein nicht zu unterschätzender Faktor sein. Bei seinem neuen Klub brauchte der Chilene jedoch lange, um sich in das System der Katalanen einzufinden. Spätestens durch seinen starken Auftritt in der Champions League gegen die PSV Eindhoven unterstrich der Mittelfeldspieler nun aber, dass er angekommen ist.


Im Sommer legte der amtierende spanische Meister immerhin 18 Millionen Euro für den erfahrenen Mittelfeldakeur auf den Tisch. Doch obwohl der zentrale Mittelfeldspieler nach seinen Stationen bei Juventus Turin und den Bayern eigentlich mit allen Wassern gewaschen ist, hatte er doch anfangs arge Probleme, seinen Platz im Starensemble von Trainer Ernesto Valverde zu finden. So kam er zu Beginn der Saison nicht über Kurzeinsätze hinaus und wurde von Teilen der Anhänger bereits als Fehleinkauf abgestempelt.

Doch wer Vidal kennt, weiß, dass der 105-fache chilenische Nationalspieler niemals aufgibt. So passte der 31-Jährige seine Spielweise ein Stück weit an die Gegebenheiten bei seinem neuen Klub an und fand so langsam wieder in die Spur. Beim 2:1-Erfolg gegen Eindhoven war er am Mittwochabend einer der auffälligsten Akteure bei den Katalanen und ging mit gutem Beispiel voran. Der ehemalige Bayern-Spieler gewann 70 Prozent seiner Zweikämpfe und schaltete sich zudem immer wieder auch in das Offensivspiel seiner Mannschaft ein.


Ein Treffer war dem Südamerikaner dabei trotz zahlreicher Möglichkeiten zwar nicht vergönnt, dafür konnte er seine Kritiker aber durch seine gute Passquote von 84 Prozent überzeugen. In Spanien wird der Kämpfer daher immer mehr mit Paulinho verglichen, der Barca im Sommer in Richtung China verlassen hatte und in der Vor-Saison unangefochtener Stammspieler war. Dabei attestiert man dem Routinier im Vergleich mit dem Brasilianer sogar noch bessere technische Fähigkeiten. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird der alte Haudegen am Ende noch zu einem echten Künstler im berühmt berüchtigten Tiki Taka des FC Barcelona.