​Der ​FC Bayern München hat am Dienstagabend in der ​Champions League ein Ausrufezeichen gesetzt. Vor heimischem Publikum feierte der deutsche Rekordmeister gegen Benfica einen verdienten 5:1-Erfolg und löste damit vorzeitig das Ticket für das Achtelfinale. Cheftrainer ​Niko Kovac war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden.


"Natürlich haben wir mit dem Sieg heute nicht nur die Gruppenphase überstanden, wir haben auch eindrucksvoll bewiesen, dass wir eine gute Mannschaft haben", betonte der zuletzt viel kritisierte FCB-Coach. "Wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn wir offensiv und defensiv gemeinsam agieren, ist es schwierig, gegen uns Tore zu verhindern, aber auch dementsprechend leichter für uns, Tore vom Gegner zu verhindern."


Robben: Kovac gehört zu uns


Arjen Robben brachte die Bayern nach 13 Spielminuten in Führung. In typischer Robben-Manier erzielte der Niederländer das 1:0. Nach einer halben Stunde war der 34-Jährige erneut zur Stelle. "Wir haben gut und mit viel Tempo gespielt", erklärte der Publikumsliebling. "Wir standen auch defensiv gut. Es gab viele gute Dinge", so der Angreifer, der sich besonders für Kovac gefreut hat. "Das hat er sich richtig verdient, auch als Mensch. Er gehört zu uns. Er reißt sich auch den Arsch auf", wird der Routinier von Sport1 zitiert.

Robert Lewandowski erhöhte wenige Minuten später mit seinem 50. Treffer in der Champions League auf 3:0. Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Bayern zunächst den Anschlusstreffer hinnehmen, ehe der Pole seinen Doppelpack schnürte. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Franck Ribéry, der sein letztes Pflichtspieltor Ende März erzielt hatte. "Ich würde mir wünschen, dass die drei alle so etwa fünf bis acht Jahre jünger wären", sagte Niko Kovac bei Sky über die Torschützen.

Robben, Ribéry und Lewandowski seien Spieler, "die den Unterschied machen" können. "Das haben sie heute bewiesen. Ich wünsche mir, dass sie das in den nächsten Wochen und Monaten dann auch tun werden", gab Bayern-Coach zu Protokoll. 


"Die Mannschaft spielt für den Trainer. Er hat alles daran gesetzt, dass wir das Spiel heute gewinnen", stellte Manuel Neuer klar. Präsident ​Uli Hoeneß wollte sich nach der Partie nicht weiter äußern: "Wir haben gerade eben besprochen, dass Hasan mit Ihnen sprechen wird. Ich bin heute sehr zufrieden." 


Hasan Salihamidzic habe sich sehr darüber gefreut, "dass die Mannschaft die Verantwortung übernommen hat. Dass sie endlich wie Bayern München gespielt hat und für den Trainer und für den Klub", sagte der Sportdirektor. Kovac werde "selbstverständlich" auch beim nächsten Pflichtspiel gegen ​Werder Bremen auf der Bank sitzen.

Spitze gegen Hoeneß: Südkurve feiert Paul Breitner


Die Bayern-Fans im Stadion feierten während der Partie nicht nur Kovac, sondern in der Schlussphase auch Vereinslegende Paul Breitner mit Sprechchören. Der Weltmeister von 1974 wurde nach seiner Kritik an der Pressekonferenz der Bayern-Verantwortlichen von Hoeneß ​von der Ehrentribüne verbannt