LEVERKUSEN, GERMANY - NOVEMBER 23: Markus Weinzierl, head coach of VfB Stuttgart, looks on prior to the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and VfB Stuttgart at BayArena on November 23, 2018 in Leverkusen, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Weiter Tabellenletzter: So kann der VfB Stuttgart wieder in die Spur finden

Nach dem siebten Spieltag trennte sich der VfB Stuttgart von Trainer Tayfun Korkut und setzte alle Hoffnungen in dessen Nachfolger Markus Weinzierl. Doch unter dem neuen Coach zeigten sich die Schwaben zuletzt keineswegs stark formverbessert und stolpern von Niederlage zu Niederlage. Da eine erneute fixe Trainerentlassung dennoch wohl keine Option ist, müssen die Stuttgarter andere Lösungsansätze finden.

1. Führungsspieler sind gefragt

Auch beim Spiel gegen Leverkusen konnten sich die Stuttgarter nicht mit aller Macht gegen die Niederlage stemmen. Ist die Mannschaft erst einmal im Hintertreffen, fällt es dem Team extrem schwer, den Bock wieder umzustoßen. Dabei tauchen vor allem die vermeintlichen Leader viel zu häufig ab. Im Abstiegskampf ist jedoch die nötige Moral gefragt. Dabei sollten die Spieler auch ohne einen Arschtritt ihres Trainers den Ernst der Lage erkennen können.

2. Schuld nicht bei den Anderen suchen

Zugegeben, beim Spiel gegen Leverkusen hätten sich die Gastgeber über einen frühen Elfmeterpfiff zugunsten des VfB nicht beschweren können. Dass nach der Partie so mancher VfB-Akteur darin jedoch die Begründung für die Niederlage ausgemacht hat, ist viel zu billig. Die Mannschaft sendet dadurch das falsche Signal an die Konkurrenz und unterstreicht, wie leicht sie aus der Balance zu bringen ist. In der jetzigen Situation sollte man sich vielmehr an die eigene Nase packen.

3. Zur Heimstärke zurückfinden

Mit den frenetischen Heimfans haben die Stuttgarter eigentlich einen echten Trumpf auf der Hand. Aufgrund der schwachen Darbietungen zuletzt, ist jedoch auch das Verhältnis zu den eigenen Anhängern angespannt. Aktuell belegen die Schwaben in der Heimtabelle mit lediglich vier Punkten den letzten Platz. In der Vorsaison war die Mercedes-Benz Arena noch eine echte Bastion und nur die Bayern, Hoffenheim und Schalke holten vor heimischer Kulisse noch mehr Zähler. Beim Heimspiel gegen Augsburg am kommenden Samstag gilt es sich daher voll ins Zeug zu legen.

4. Kader im Winter sinnvoll ergänzen

Da der VfB derzeit so schlecht dasteht und über das nötige Geld auf dem Festgeldkonto verfügt, kursieren logischerweise derzeit viele Gerüchte über mögliche Neuzugänge im Wintertransferfenster. Dabei müssen die Stuttgarter aber abwägen, welche Transfers wirklich sinnvoll wären. 


Laut Informationen des kicker soll nun auch Shinji Kagawa eine Option sein. Der Japaner kommt beim BVB kaum zum Einsatz und könnte dem Offensivspiel neue Impulse geben. Auch der Gladbacher Patrick Herrmann und Bayerns Sandro Wagner wären reizvolle Kandidaten, ob diese jedoch an den Neckar wechseln wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

5. Hoffnungsträger Didavi und Donis

Der VfB musste in den letzten Wochen ohne Daniel Didavi und Anastasios Donis auskommen. Dabei könnten beide Spieler unter Weinzierl echte Schlüsselspieler sein. Der griechische Wirbelwind könnte die Außenbahnen endlich mit Leben füllen und der gebürtige Nürtinger könnte seine Mitspieler mit gefährlichen Zuspielen in die Schnittstellen der gegnerischen Defensive füttern. Vor allem bei dem so verletzungsanfälligen Didavi stellt sich jedoch die Frage, ob man wirklich alle Hoffnungen in ihn stecken sollte. Auch in dieser Hinsicht würde eine Verpflichtung von Kagawa durchaus Sinn machen.

6. Vor dem gegnerischen Tor nicht den Mut verlieren

Mario Gomez ist derzeit das Sinnbild für die Krise des VfB. Nach der Niederlage gegen Leverkusen zweifelte der sonst so selbstbewusste Torjäger öffentlich an sich selbst und stellte in den Raum, dass in Zukunft vielleicht jemand anderes spielen sollte. Dabei ist Selbstkritik per se nichts Schlechtes, diese Aussage spiegelt jedoch das nicht vorhandene Selbstverständnis der Offensive wider. Bislang benötigen die Stuttgarter im Schnitt 12,63 Schüsse für ein Tor. Kein Team in der Liga war ineffektiver. Zum Vergleich: Spitzenreiter BVB benötigte bislang nur 3,14 Schüsse pro Tor.

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