​Am Montagabend empfängt die ​​deutsche Nationalmannschaft im letzten Länderspiel in dieser Saison die Niederlande. Dabei ist der Abstieg aus der A-Gruppe in der Nations League für das Team von Bundestrainer ​Joachim Löw bereits vor dem Duell mit der Elftal besiegelt. Auf der Pressekonferenz vor der Partie stärkte der erfahrene Coach vor allem den Rücken von ​Thomas Müller, der zuletzt immer seltener die erste Geige spielte.


Über Jahre hinweg galt der 29-Jährige als unantastbar. Nach eher mäßigen Leistungen in den letzten Monaten, inklusive völlig verkorkster Weltmeisterschaft, musste sich der Offensivspieler zuletzt sowohl beim FC Bayern München, aber auch in der DFB-Elf häufig mit einem Platz auf der Ersatzbank zufriedengeben. So stand der 99-fache Nationalspieler auch am vergangenen Donnerstag beim 3:0-Testspielsieg gegen Russland nicht in der Startelf und wurde erst in der Schlussphase eingewechselt.

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Zuletzt konnte Thomas Müller die Vorstellungen seinen Trainers selten umsetzen


Doch obwohl Müller derzeit fast schon sinnbildlich für den sich langsam in Bewegung setzenden Generationenwechsel in der Nationalmannschaft steht, hält sein Trainer noch immer große Stücke auf ihn. So setzte der Weltmeistertrainer von 2014 auf der Pressekonferenz zu einer Lobeshymne auf seinen langjährigen Begleiter an. "Wenn jemand in der Zeit 100 Länderspiele auf dem Buckel hat, ist das schon Klasse. Er war nie verletzt und war so gut wie immer bei der Nationalmannschaft, wo andere vielleicht mal gesagt haben, dass sie müde sind, eine Pause brauchen oder verletzt waren", so der Fußballlehrer.


Besonders betonte der Bundestrainer dabei die große Einsatzbereitschaft seinen Schützlings, der ständig dagewesen sei und sich für die Mannschaft "den Arsch aufgerissen" habe. "Er hat 100 Länderspiele fast in Serie gemacht, das verdient den allergrößten Respekt", so der gebürtige Badener. Zudem erinnerte er an das erste Länderspiel des Bayern-Profis gegen Argentinien und wie er wenige Monate später bei der Weltmeisterschaft in Südafrika gegen die Gauchos groß aufspiele. 


 Am Ende seiner Lobpreisung kündigte der Taktikfuchs an, dass sich sein Spieler nach seinem Jubiläumsspiel auf ein besonderes Schmankerl freuen kann. "Wenn es morgen dann so sein sollte, gibt es nach dem Spiel sicherlich ein Weißbier", so Löw, der mit Sicherheit alles daran setzen wird, mit seiner Mannschaft einen versöhnlichen Jahresausklang hinzulegen.