Isco hat derzeit einen schwierigen Stand. Der Offensivkünstler von ​Real Madrid verbringt die meiste Zeit seit der Entlassung von Julen Lopetegui auf der Bank und wird von dessen Nachfolger Santiago Solari kaum berücksichtigt. Ohnehin tat sich der 26-Jährige schwer damit, sich in der spanischen Hauptstadt durchzusetzen - weshalb er erneut mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird. Und möglicherweise könnte Manchester City im vierten Anlauf der Verein sein, der den Zuschlag erhält.


Schon vor fünf Jahren wagten die 'Skyblues' einen Vorstoß bei Isco, der damals noch beim FC Malaga unter Vertrag stand. Viele Vereine äußerten ihr Interesse am offensiven Mittelfeldspieler, der auch auf der linken Außenbahn agieren kann. Schlussendlich erhielt Real Madrid den Zuschlag und nahm den heutigen Nationalspieler für 30 Millionen Euro unter Vertrag.


Isco spielt regelmäßig, keine Frage. Allerdings hat er es nie geschafft, sich auf Dauer durchzusetzen. Wie die ​Mundo Deportivo berichtet, wurde er in 65 Prozent seiner Spiele, in denen er in der Startelf stand, ausgewechselt. Nur 62 Partien absolvierte er über 90 Minuten, und auch in dieser Saison sollte sich wenig ändern.


In zwölf Einsätzen kommt Isco auf rund 700 Einsatzminuten. In der Primera Division spielte er nur ein einziges Mal über die volle Distanz durch - bei der 1:5-Klatsche gegen den FC Barcelona. Dort war er allerdings der Spieler mit den meisten Fehlpässen und den meisten Ballverlusten, weshalb die Werbung für weitere Einsätze von Beginn an eher mager ausfiel.


Auch Santiago Solari baut lieber auf Gareth Bale, Marco Asensio und Lucas Vazquez, weshalb die Luft immer dünner wird. Demnach seien die 'Königlichen' durchaus bereit, Isco im Sommer bei einer entsprechenden Ablösesumme ziehen zu lassen.

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    Zuletzt oft Bankdrücker: Isco könnte Real Madrid im Sommer verlassen


Zum wiederholten Male könnte dabei Manchester City die Fühler ausstrecken, und diesmal möglicherweise Glück haben. Nach dem misslungenen Transfer im Jahr 2013 wagte man vor zwei Jahren erneut einen Vorstoß, doch 32,5 Millionen Euro Ablöse wirkten wohl zu gering. Auch in diesem Jahr habe man sich noch einmal um ihn bemüht, wobei sogar 80 Millionen Euro ausgerufen wurden. Pep Guardiola dementierte das Interesse allerdings und betonte, dass man Isco nicht verpflichten werde.


Der Kader der 'Cityzens' ist breit gefächert. Im zentralen Mittelfeld finden sich so beispielsweise neben Fernandinho regelmäßig Ilkay Gündogan, Bernardo Silva, David Silva, der verletzte Kevin de Bruyne sowie Nachwuchstalent Phil Foden wieder. Ein Transfer würde die Qualität und den Konkurrenzkampf jedoch zweifelsfrei erhöhen, zumal Guardiola zu Zeiten bei Bayern München beim Transfer von Thiago sein Gespür für Fußballer, denen der Durchbruch verwehrt blieb, bewies. 


Fraglich ist jedoch, wie hoch die in Reals Augen angemessene Ablösesumme ausfallen soll. Aufgrund der festgeschriebenen Ausstiegsklausel in Höhe von 700 Millionen Euro und der Vertragslaufzeit bis Sommer 2022 hat man das Heft des Handelns klar in der Hand. Ein Klub wie Manchester City hat jedoch kaum ein Problem damit, tief in die Taschen zu greifen.