In Bremen ist man trotz dreier Niederlagen in Serie vom eingeschlagenen Weg überzeugt. Trainer Florian Kohfeldt hat die Zeit für die Länderspielpause zur Analyse genutzt​ und den "Werder-Weg" im Anschluss bekräftigt. Personell sind die Neuigkeiten vor der wichtigen Auswärtspartie in Freiburg gemischt.


Am Osterdeich kam die Länderspielpause zur rechten Zeit. Die Niederlagen gegen Leverkusen, Mainz und Gladbach haben die Verantwortlichen in ​Bremen etwas ins Grübeln gebracht. Werder-Coach Florian Kohfeldt erklärte bei einer Presserunde am Freitag, dass man nun die Zeit zur detaillierten Analyse genutzt habe. Das Ergebnis fasst der Trainer mit einer Aussage seines Abwehrchefs zusammen:

"Niklas Moisander hat im Interview einen guten Satz gesagt: 'Wenn wir an der Art und Weise unseres Fußballs zweifeln würden, würden wir mitten in der Saison wieder bei Null anfangen.‘ - Genau so ist es auch und so denkt jeder Einzelne bei uns.“


Heißt: Werder will weiter mutigen Offensivfußball spielen und seiner Linie treu bleiben. Dass diese durchaus erfolgreich sein kann, konnten die Fans zu Saisonbeginn bestaunen. Mit Rang sieben nach elf Spieltagen liegen die Grün-Weißen weiterhin auf Tuchfühlung zum anvisierten Europapokalplatz.


Die Ruhe will man in Bremen also auch nach drei Niederlagen in Serie behalten. Klub-Führung und Mannschaft scheinen Kohfeldt zu vertrauen, der in der jüngsten Vergangenheit nachgewiesen hat, wie Werder den Entwicklungsschritt von Abstiegskampf zu Europa-Anwärter vollziehen kann. 


Reicht die Zeit bei Pizarro?


Philipp Bargfrede war dabei eine wichtige Stütze, hat aber immer wieder mit kleineren Blessuren zu kämpfen. Der 29-Jährige setzte zuletzt mit dem Training aus, soll aber in der Woche vor dem Auswärtsspiel in Freiburg zurückkehren. "Bei Bargfrede haben wir ein sehr individuelles Programm gestrickt. Damit haben wir in der letzten Rückrunde schon gute Erfahrungen gemacht. E wird nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, erklärte Kohfeldt.

Schon etwas weiter ist ​Mittelfeld-Talent Ole Käuper nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk. "Er ist zurück im Mannschaftstraining und wird am Samstag Spielpraxis bei der U23 sammeln", verriet Kohfeldt über den 21-Jährigen.

Weniger erfreulich sind dagegen die Aussichten bei Torjäger-Oldie Claudio Pizarro, der derzeit ​wegen Wadenproblemen mit dem Training aussetzen muss. Ein Einsatz in Freiburg schien zunächst nicht in Gefahr - Kohfeldt äußerte sich am Freitag jedoch deutlich reservierter: "Claudio wird im Laufe der nächsten Woche ins Training einsteigen, es könnte knapp werden bis Freiburg, aber ich bin nicht ohne Hoffnung.“

In Freiburg auf keinen Fall eine Option ist Aron Johannsson. Der Werder-Pechvogel musste sich am Sprunggelenk operieren lassen und fällt wohl rund drei Monate aus. Geschäftsführer Frank Baumann hatte im Anschluss deutlich gemacht, dass man den US-Angreifer im Winter nicht abgeben wolle. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft kommenden Sommer aus. 

"Aron sollte in dieser Saison nochmal einsatzfähig werden. Es ist natürlich schwer für ihn; unsere Situation hat sich personell ja auch verändert. Er soll aber erstmal gesund werden und dann setzen wir uns zusammen“, meinte Kohfeldt. Spätestens im Sommer stehen die Zeichen aber wohl auf Trennung.