Jeffrey Bruma stand im Rahmen der laufenden Bundesligasaison noch nicht einmal im Spieltagskader des ​VfL Wolfsburg. Kein Wunder, dass dem Niederländer dabei die Unzufriedenheit ins Gesicht geschrieben steht.


„Ich bin gerade 27 Jahre alt geworden, ich will spielen“, sagte der Verteidiger gegenüber dem kicker. „Wenn ich nicht beim VfL spielen kann, müssen wir eine Lösung finden. Wenn es geht, schon im Winter.“

Am vergangenen Donnerstag durfte Bruma mal wieder für 90 Minuten ran - im Testspiel gegen den SC Paderborn, das man mit 1:3 verlor. „Es hat sich gut angefühlt“, erzählt er. Der Frust, noch kein einziges Pflichtspiel in dieser Saison bestritten zu haben, sitzt beim Niederländer allerdings nach wie vor tief.

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Seit Sommer 2016 für den VfL am Ball: Jeffrey Bruma (r.)


​„Bruno Labbadia und ich haben lange gesprochen, über alles, den Fußball und das Leben“, berichtet er. „Das Gespräch war okay, er hat gesagt, ich muss auf meine Chance warten. Das ist seine Meinung, die respektiere ich auch. Dass ich damit nicht einverstanden bin, ist normal, deswegen bin ich Sportsmann.“

In Wolfsburg ist Bruma aktuell hinter John Anthony Brooks, Marcel Tisserand, Robin Knoche und Felix Udokhai lediglich die fünfte Wahl. Bedeutet: Nur wenn alle Stricke reißen, könnte Bruma eventuell zu einem Einsatz gelangen. Zu viele Konjunktive für den 27-Jährigen, der deshalb auch deutliche Worte findet.

„Bei mir ist das Signal ganz deutlich“

„Ich muss selbst entscheiden, was ich will - und ich will gern wieder spielen", sagt Bruma. "Es sieht nicht so aus, dass das hier passiert, deswegen muss ich jetzt zusammen mit meinem Berater schauen, was im Winter oder Sommer das Beste für mich ist, um einfach wieder zu spielen. Hoffentlich kommen wir alle, der Verein, ich und mein Berater zu einer guten Lösung. Wenn man fit ist, möchte man gern spielen oder zumindest im Kader sein. Wenn das gar nicht der Fall ist, ist das Signal ganz deutlich. Und bei mir ist das Signal ganz deutlich.“