​Am 32. Spieltag der Vorsaison feierte ​Franck Evina sein Debüt für die Profis des ​FC Bayern München. Am heutigen Freitag steht der 18-Jährige vor einem weiteren großen Schritt in seiner Karriere. Vor Kurzem entschied sich der Linksaußen dafür, international für sein Vaterland Kamerun aufzulaufen - nun steht das erste Länderspiel gegen den Tschad an. Im Vorfeld erläuterte der ehrgeizige Profi, wieso er sich gegen eine Zukunft in der ​DFB-Elf entschieden hat.


Im November 2017 bestritt der Flügelflitzer der Bayern, der bislang hauptsächlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt, ein Spiel für die deutsche U18. Da dem gebürtigen Kameruner seine Wurzeln aber sehr wichtig sind, entschied er sich für das afrikanische Schwergewicht. 


Dabei spielte indirekt auch eine echte Legende eine Rolle. "Meine Liebe zu Samuel Eto'o hat mich angespornt für Kamerun zu spielen. Ich habe ihn immer bewundert. Er war ein hervorragender Stürmer und ich wollte immer so sein wie er", schwärmte der Youngster gegenüber BBC Sport von dem ehemaligen Angreifer des FC Chelsea.

In die Fußstapfen seines großen Idols zu treten, sei ein unglaubliches Gefühl. Die Entscheidung gegen die deutsche Nationalmannschaft sei ihm dennoch nicht leicht gefallen. "Ich habe viel mit meinen Eltern und meinem Trainer Niko Kovac gesprochen. Sie konnten meine Sorgen nachvollziehen und mein Coach riet mir die Entscheidung zu treffen, die meiner Karriere am ehesten hilft", so Evina. Darüber hinaus habe ihm auch Nationaltrainer Rigobert Song von Beginn an ein gutes Gefühl gegeben.


"Er ist ein ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft. Als ich aufwuchs, habe ich ihn mit viel Leidenschaft spielen gesehen und er versicherte mir, dass er versuchen will, mir dabei zu helfen, mich zu entwickeln", so der Flügelflitzer. 


Dabei zeigte sich der Shootingstar auch durchaus selbstbewusst und erklärte, dass er dem Team "etwas Spezielles" geben könne. Beim Afrikacup 2019, der vor heimischer Kulisse stattfinden wird, will er so bereits seinen Teil zum Erfolg beitragen. "Ich werde sehr hart arbeiten, um diesen Traum zu verwirklichen", so der Rechtsfuß.