In ​Leverkusen sind sich alle einig: Der Werksklub kann den eigenen Erwartungen derzeit schlichtweg nicht gerecht werden! Das 0:3 in Leipzig war der neueste Höhepunkt einer scheinbar nicht endenden Bayer-Krise. Stürmer Kevin Volland fand nach der Partie bei den Bullen deutliche Worte für den Auftritt seiner Mannschaft.

„Kein Spieler von uns hatte heute das Gefühl, dass er vom Nebenmann Hilfe bekommt“, sagte der 26-Jährige am Sky-Mikrofon. „Wir sind von unseren Zielen in der Bundesliga meilenweit entfernt. Wir müssen schauen, dass wir jetzt ein Punktepuffer schaffen. Dennoch haben wir in der Europa League und im Pokal noch gute Möglichkeiten.“

SV Werder Bremen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Kevin Volland ist unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft


​Nach dem 6:2-Erfolg in Bremen und dem 5:0-Kantersieg gegen Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal schien sich die Werkself endlich wieder gefangen zu haben. Doch anschließend hagelte es in der Liga zwei empfindliche Klatschen gegen Hoffenheim (1:4) - und jüngst in Leipzig (0:3).

0:3 in Leipzig die siebte Saisonniederlage für Bayer


„Das hatte heute keine Struktur, wie wir gespielt haben. Jeder war für sich, es wurde im falschen Moment gespielt, die Bälle wurden zu lange gehalten und wir haben zu viele Bälle verloren. Unterm Strich war das gar nichts heute“, so Volland. Der Stürmer und seine Mannschaft müssen sich nun schnellst wieder ordnen. Nach elf Spieltagen steht Bayer aktuell auf Platz 13, hat lediglich elf Punkte auf dem Konto und kassierte in Leipzig bereits die siebte Saisonniederlage.

Da kommt die Länderspielpause für Cheftrainer Heiko Herrlich recht gelegen, um die vielen Defizite aufzuarbeiten. Wenn die Leverkusener Nationalspieler Mitte nächster Woche von ihrer Reise zurückkehren, gilt es, den Fokus auf die Bundesliga zu richten. Dort ist die Werkself am Freitagabend (23. November, 20:30 Uhr) zuhause gegen Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart gefordert. Drei Punkte - auch da sind sich in Leverkusen alle einig - sind auch diesmal Pflicht!