Eintracht Frankfurt: Die voraussichtliche Aufstellung gegen Schalke 04

Am elften Spieltag der Fußball-Bundesliga empfängt Pokalsieger Eintracht Frankfurt den Vizemeister FC Schalke 04. Nachdem die Schalker schlecht in die neue Saison gestartet waren, hat sich die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco inzwischen gefangen und konnte die letzten drei Spiele in Folge gewinnen. 

Die Eintracht von Trainer Adi Hütter präsentiert sich derzeit in Topform und konnte sieben der letzten acht Spiele gewinnen. Vor allem der Topsturm um Luka Jovic (zehn Tore) und Sebastien Haller (neun Tore, sieben Vorlagen) sorgt für Begeisterung. 

Hier kommt die voraussichtliche Aufstellung von Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04:

1. Torwart: Kevin Trapp

Nach seiner Rückkehr von Paris Saint-Germain ist Kevin Trapp schnell wieder zu dem sicheren Rückhalt geworden, wie man ihn in Frankfurt in Erinnerung hatte. Vor allem auf der Linie und im Eins-gegen-Eins hat der deutsche Nationalspieler seine Stärken: Mit einer Quote von 46 Prozent vereitelter Großchancen liefert Trapp einen der Topwerte der Bundesliga.

2. Innenverteidigung: Evan N'Dicka

Der erst 19-jährige Franzose Evan N'Dicka ist einer der am häufigsten eingesetzten Spieler der Eintracht - von den Defensivspezialisten stand in dieser Saison nur Makoto Hasebe länger auf dem Platz. N'Dicka, der vor der Saison für 5,5 Millionen Euro von AJ Auxerre kam, überzeugt dabei als Innenverteidiger vor allem mit seiner Physis.

3. Innenverteidigung: Makoto Hasebe

Der erfahrene Japaner Makoto Hasebe gibt seit der Systemumstellung von Adi Hütter erneut die Rolle des zwischen Innenverteidigung und Sechserposition pendelnden Liberos. Der 34-Jährige gibt der SGE mit seiner Abgeklärtheit und Sicherheit am Ball (Passquote von 85 Prozent) viel Ruhe und Stabilität. 

4. Innenverteidigung: David Abraham

Auch der Routinier David Abraham ist einer der Eckpfeiler der SGE-Defensive. Der 32-jährige Argentinier scheut keinen Zweikampf und spielt immer mit vollem Einsatz - teilweise auch etwas über dem erlaubten Rahmen. Mit seiner Mentalität ist der Eintracht-Kapitän enorm wichtig für die Frankfurter Mannschaft. 

5. Rechtes Mittelfeld: Danny da Costa

Rechtsverteidiger Danny da Costa ist wohl die Entdeckung der Frankfurter in der aktuellen Saison: Nachdem der 25-Jährige in der Vorsaison nur Backup für Marius Wolf war, ist da Costa nun der Dauerbrenner der Eintracht und kommt auf die mit Abstand meisten Einsatzminuten aller Frankfurter Spieler. Dabei gelangen dem Rechtsverteidiger bereits drei Torbeteiligungen.

6. Zentrales Mittelfeld: Jonathan de Guzman

Frankfurts Trainer Adi Hütter kündigte auf der gestrigen Pressekonferenz an, dass er gegenüber dem Spiel gegen Apollon Limassol am Donnerstag etwas rotieren wolle, um die Mannschaft frisch zu halten. Da sich die Innenverteidigung sowie der Sturm nach den letzten Wochen von selbst aufstellt, könnte damit vor allem die Besetzung des Mittelfelds gemeint sein. Für den 32-jährigen Schweizer Gelson Fernandes, der gegen Limassol begann, könnte deshalb Jonathan de Guzman in die Startelf zurückkehren. Der Niederländer kam unter Hütter in jedem der 16 Saisonspiele zum Einsatz.

7. Zentrales Mittelfeld: Mijat Gacinovic

In den beiden Spielen gegen Limassol sowie in der Bundesliga gegen den 1.FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf formierte Hütter das Mittelfeld zuletzt recht offensiv mit nur einem defensiv orientierten Spieler. Sollte Hütter auch gegen den Vizemeister Schalke 04 dabei bleiben, könnte Mijat Gacinovic als offensiv ausgerichteter Achter agieren. Wenn nicht, könnte stattdessen Marc Stendera neben Guzman im zentralen Mittelfeld spielen. Nachdem Stendera zu Saisonbeginn bereits aussortiert war, kämpfte sich der 22-Jährige nun beeindruckend zurück in die Mannschaft.

8. Linkes Mittelfeld: Filip Kostic

Eintracht Frankfurt ließ den serbischen Nationalspieler Filip Kostic vor der Saison vom Absteiger Hamburger SV aus und besitzt eine Kaufoption über 6,5 Millionen Euro für den Linksaußen. Während viele davon ausgingen, dass es sich bei der Verpflichtung um eine Versicherung gegen einen möglichen Rebic-Abgang handle, funktionierte Trainer Hütter den Flügelstürmer Kostic zum deutlich defensiver orientierten Außenbahnspieler in seinem 3-5-2 um - mit Erfolg: Der 26-Jährige kommt bislang auf 13 Einsätze und fünf Torbeteiligungen für die Eintracht. 

9. Offensives Mittelfeld: Ante Rebic

Auch für die Problematik, dass die Eintracht "zu viele" gute Stürmer für das präferierte System mit zwei Spitzen habe, fand der Trainer eine Lösung. Kroatiens WM-Fahrer Ante Rebic, der eigentlich seit jeher ein Außenstürmer ist, agierte in den letzten Wochen nach der Rückkehr von seiner Verletzung zunehmend als Spielmacher hinter den beiden Spitzen. Auch dort liefert Rebic ab und kommt auf vier Tore in zehn Spielen, konnte bisher jedoch noch nicht an die starken Leistungen der Vorsaison anknüpfen.

10. Mittelstürmer: Sebastien Haller

Stoßstürmer Sebastien Haller und Shooting-Star Luka Jovic bilden zurzeit das kongeniale Sturmduo der Eintracht. Während sich in der Wahrnehmung aktuell vieles auf den 20-jährigen Jovic fokussiert, entwickelt sich auch der 24-jährige Franzose Haller zu einem der besten Stürmer der Bundesliga: Mit seiner guten Physis kann Haller Bälle festmachen, sichern und ablegen: sieben Vorlagen sind Bestwert aller Frankfurter. Außerdem verfügt der 24-Jährige über eine sehr gute Effektivität vor dem Tor: Für seine sieben Bundesliga-Tore brauchte Haller nur 13 Schüsse aufs Tor. Insgesamt steht Haller bei neun Saisontoren.

11. Mittelstürmer: Luka Jovic

Der 20-jährige Luka Jovic komplettiert das aktuell beste Sturmduo der Bundesliga. Zusammen kommen Jovic und Haller in der Liga auf 14 Tore und acht Vorlagen innerhalb von elf Spieltagen. Während Nebenmann Haller mit seiner Effektivität vor dem Tor überzeugt, weiß Jovic seine Spielzeit bestmöglich zu nutzen: In wettbewerbsübergreifend 14 Einsätzen und 756 Minuten Spielzeit gelangen dem 20-Jährigen ganze zehn Tore - in der Bundesliga sind es sogar sieben Tore in acht Spielen und ein Wert von nur 68 Minuten pro Tor.

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