​In den vergangen Tagen haben der Spiegel und seine Partner von den European Investigative Collaborations erneut einige Machenschaften im internationalen Fußball aufgedeckt. Unter den neuesten Veröffentlichungen von '​Football Leaks' befindet sich auch eine Passage, die sich mit dem geplatzten Abgang von ​Robert Lewandowski beschäftigt. Im Sommer hatte der Angreifer des ​FC Bayern München einen Transfer zu Real Madrid forciert, prallte jedoch an den harten Verhandlungspartnern beim deutschen Rekordmeister ab.


Dem Bericht zufolge soll der 30-Jährige seinen neuen Berater Pini Zahavi einzig und allein dafür angestellt haben, damit dieser seinen Abgang aus München einleitet. Ende Mai hatte der Israeli in der Sport BILD für Aufsehen gesorgt, als er verkündete, dass sein Schützling fühle, dass er "eine Veränderung und eine neue Herausforderung in seiner Karriere" braucht. Dabei soll der Berater diese Aussage bewusst verbreitet haben, um die Bayern unter Druck zu setzen.

Zahavi setzte nach seiner Verpflichtung alle Hebel in Bewegung, um einen Abgang von der Säbener Straße zu ermöglichen. Um nichts unversucht zu lassen, wand sich der 75-Jährige auch an den erfahrenen Berater Barthel und wollte ihn auf seine Seite ziehen. Dieser wollte sich jedoch nicht darauf einlassen und war der festen Überzeugung, dass sich die Bayern niemals unter Druck setzen lassen würden. Zahavi wollte sich damit jedoch nicht abfinden und ging den Berater hart an. Dabei warf er ihm auch vor, beim Wechsel vom BVB zu den Bayern und auch bei der späteren Vertragsverlängerung schlecht verhandelt zu haben.


Durch 'Football Leaks' kam nun auch eine SMS-Unterhaltung beider Berater ans Licht. So schrieb Zahavi in einer Nachricht, dass Lewandowski der beste Stürmer der Welt sei, er das Fußballgeschäft jedoch nicht durchschaue. "Ich bin sicher, das könnte heute anders sein", so der Israeli. Barthel widersprach seinem Kollegen und erklärte es für "unmöglich", dass die Münchener einem "buy out" zustimmen würden. 

Diese Einschätzung bestätigte sich dann auch und so verblieb Lewandowski trotz aller Querelen in München. Dabei blockten die Bayern alle Annäherungsversuche des neuen Lewandowski-Beraters kategorisch ab. Mittlerweile soll das Verhältnis zwischen dem Mittelstürmer und seinem Arbeitgeber aber wieder entspannt sein. Der nächste Sommer könnte dennoch wieder spannend werden.