Joachim Löw verzichtet auf Jerome Boateng. Die überraschendste ​Personalentscheidung im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft soll allerdings keine Degradierung des Weltmeisters sein. Der 30-Jährige erklärt über die sozialen Medien, warum der Bundestrainer ihn nicht nominiert.


Jerome Boateng steht überraschend ​nicht im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die letzten beiden Länderspiele in einem insgesamt äußerst enttäuschenden Jahr für den DFB. Zunächst geht es für die Löw-Truppe im Test gegen Russland, bevor im Nations-League-Duell gegen Niederlande der Abstieg aus der A-Gruppe verhindert werden soll.


Nicht mit dabei ist dann Weltmeister Jerome Boateng. Der ​Bayern-Abwehrspieler hat sich über seine sozialen Kanäle zur Nicht-Berücksichtigung geäußert. "Nach einem sehr guten und vertrauensvollen Gespräch mit dem Bundestrainer sind wir so verblieben, dass ich nach einem anstrengenden Jahr für die beiden anstehenden Länderspiele eine Pause bekomme, um in München weiter an meiner Fitness zu arbeiten", teilte der 76-fache Nationalspieler mit.

​​Der 30-Jährige hat immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen - seine Fitness leidet darunter sichtbar. Bei den Fans und Experten wurde in der jüngsten Vergangenheit immer mehr Kritik an Boateng laut. Einige behaupten, dass der Innenverteidiger seit dem WM-Titel 2014 nicht mehr an sein früheres Leistungsniveau herankommt.


Gerade nach dem blamablen WM-Aus forderten einige sogar den Rücktritt einiger etablierter Spieler. Der Name Boateng fiel dabei immer wieder. Die von Löw verordnete Pause hängt aber offenbar nichts mit den Zukunftsplanungen im DFB-Team zusammen. "Ich wünsche meiner Mannschaft alles Gute für die Spiele gegen Russland und die Niederlande. Danke an den Bundestrainer!", twitterte Boateng.

Es ist also davon auszugehen, dass Löw weiter fest mit dem 30-Jährigen plant und in die Vorbereitungen auf die EM 2020 gehen will. Ob das einigen Fans und Experten passt, sei dahingestellt...