​Der 11. Spieltag steht ganz im Zeichen des Topspiels zwischen ​Borussia Dortmund und dem ​FC Bayern München. Am Samstagabend (18.30 Uhr) stehen sich die beiden Erzrivalen im Signal Iduna Park gegenüber. Während die Schwarz-Gelben befreit aufspielen können, stehen die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt deutlich mehr unter Druck. 


Der BVB ist nach zehn Spieltagen noch ungeschlagen und grüßt mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger aus Mönchengladbach und München von der Tabellenspitze. Nicht nur aufgrund der komfortablen Ausgangslage können die Dortmunder dem Topspiel entspannter entgegenblicken. Mit einem Sieg würden die Schwarz-Gelben den Vorsprung auf den großen Dauerrivalen auf sieben Zähler ausbauen. 


Eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft wäre dies sicherlich noch nicht. Ein Heimsieg der Borussen könnte jedoch richtungsweisenden Charakter für die kommenden Wochen haben. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wollte sich im Vorfeld der Partie nicht mit solchen Rechenspielen beschäftigen, da sich "diese noch nie als tragbar und besonders hilfreich erwiesen haben."

Borussia Dortmund v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League Group A

Blickt dem Topspiel gelassen entgegen: BVB-Sportdirektor Michael Zorc



"Es ist unerheblich, was im Vorfeld gesagt oder nicht gesagt wird", zitiert der kicker den 56-jährigen Funktionär. "Es ist auch nicht wichtig, wer als Favorit gilt. Dafür kriegst du nichts geschenkt." Bayern-Präsident Uli Hoeneß gab sich zuletzt ​ungewohnt kleinlaut und schob die Favoritenrolle den Schwarz-Gelben zu. Damit versucht der 66-Jährige wohl auch etwas Druck von Cheftrainer Niko Kovac und seiner Mannschaft zu nehmen. 


Beim deutschen Rekordmeister haben sich die Wogen nach dem jüngsten 2:0-Heimerfolg in der Champions League gegen AEK Athen ein wenig geglättet. In München liegt offenbar dennoch einiges im Argen. Laut kicker-Informationen sollen ​einige Spieler (u. a. Thomas Müller und Mats Hummels) nicht mit der Arbeit von Kovac zufrieden sein. Ein Sieg beim Erzrivalen sorgt möglicherweise dafür, dass der Cheftrainer und seine Mannschaft enger zusammenrücken. 

Bei ​einer Niederlage gegen den Tabellenführer könnte jedoch wieder reichlich Unruhe aufkommen und die Trainerdiskussion erneut Fahrt aufnehmen. Hoeneß hat zwar noch einmal betont, dass er den 47-jährigen Übungsleiter "bis aufs Blut verteidigen" will. Kehren die Münchner mit null Punkten aus Dortmund zurück, droht Kovac allerdings eine ungemütliche Länderspielpause.