Er soll den Fußball gerechter machen - sorgt aber für reichlich Diskussionsstoff: Der Videobeweis. In der Bundesliga geht er bereits in seine zweite Saison, bei der UEFA wollte man eigentlich noch bis zur Spielzeit 2019/20 warten, um ihn auch in der Champions League einzusetzen. Nun könnte alles viel schneller gehen.


​Der Videobeweis ist und bleibt ein viel-diskutiertes Thema. Gibt es ihn nicht - so wie etwa in der ​Premier League oder in der ​Champions League, wird er von vielen vehement gefordert. Gibt es ihn, wird gezweifelt und gescholten. Denn klar ist: Auch wenn der VAR beispielsweise bei der WM in Russland gut funktionierte, ausgereift ist das System mit dem Videoschiedsrichter noch längst nicht. 


Bestaunen kann man das oft genug in der ​Bundesliga. In der Königsklasse soll er dennoch ab der kommenden Saison eingeführt werden. Zumindest Entscheidungen wie beim S​kandal-Elfmeter von Raheem Sterling am Mittwochabend könnten dann korrigiert werden. Wohl auch wegen solchen krassen Fehlentscheidungen und dem dazugehörigen medialen Echo soll die UEFA bereits seit einigen Wochen darüber diskutieren, ob der VAR schon im Laufe der diesjährigen Champions-League-Saison zum Einsatz kommen soll.

Das berichtet die BBC. Demnach könnte eine Entscheidung bereits Anfang Dezember bei der nächsten Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees gefällt werden. Fakt ist, ab der Saison 2019/2020 hält der VAR auf jeden Fall Einzug in die Königsklasse, ebenso bei der EM 2020 und eine Spielzeit später auch in der Europa League.


UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte im August bereits gesagt: "Wir wissen alle, dass es keinen Weg zurück gibt. Die Technik wird früher oder später kommen." Dabei merkte er aber auch an, dass der VAR für sein Empfinden "noch nicht ganz ausgereift sei".


Beim europäischen Verband wollte man noch warten. Argumente gegen krasse Fehlentscheidungen wie im Fall von Sterling könnten aber zum schnellen Umdenken führen. "Die Schiedsrichter wollen doch Hilfe, der VAR hätte für die Entscheidung drei Sekunden benötigt", meinte etwa Pep Guardiola über den Witz-Elfmeter für sein Team.