Hannover 96 eröffnet am Freitagbend im Niedersachsenduell gegen den VfL Wolfsburg den 11. Spieltag der ​Bundesliga. Vor der Länderspielpause brauchen die 96er dringend Punkte im ​kürzlich ausgerufenen Abstiegskampf. Doch die Vorzeichen stehen denkbar schlecht. Trainer André Breitenreiter muss auf einige Stammkräfte verzichten.


​Schlechte Neuigkeiten aus dem Lager von ​Hannover 96 vor dem Nordderby gegen den ​VfL Wolfsburg am Freitagabend (20.30 Uhr). Eigentlich bräuchte das Team von Trainer André Breitenreiter im Niedersachsen-Duell unbedingt drei Zähler im eigenen Stadion, um den Anschluss auf die Nicht-Abstiegsplätze zu wahren. Als Tabellen-16. liegt Hannover bereits vier Zähler hinter Nürnberg.


Doch die Vorzeichen stehen alles andere als gut. In der Innenverteidigung drückt der Schuh nach dem ​erneuten Ausfall des Brasilianers Felipe ohnehin schon gewaltig. Nun fallen gegen die Wölfe wohl noch weitere Stammkräfte aus. 


Große Personalsorgen in allen Mannschaftsteilen


Die Partie findet definitiv ohne ​Top-Torjäger Niclas Füllkrug statt. Das erklärte Breitenreiter auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag: "Niclas Füllkrug wird auch nicht zur Verfügung stehen. Die Schmerzen im Knie sind zu groß. Wir haben gemeinsam mit der medizinischen Abteilung entschieden, dass er einige Tage zur Behandlung nach München fahren wird."

​​Das "auch" in der Aussage von Breitenreiter lässt böses erahnen. Denn mit Takuma Asano fällt ein weiterer Offensiv-Akteur sicher aus. "Takuma Asano ist im Lauftraining, er steht nicht zur Verfügung", teilte der 96-Coach mit. Darüber hinaus wird auch Oliver Sorg erneut nicht im Kader stehen. Der Außenverteidiger ist "wegen privater Angelegenheiten weiterhin freigestellt".

Doch der Unglücksmeldungen nicht genug: Der Schweizer Mittelfeldstratege Pirmin Schwegler droht ebenfalls zu fehlen. "Bei Pirmin ist es noch nicht ganz klar, es sieht nicht gut aus - da warten wir das Abschlusstraining ab", verbreitete Breitenreiter auch bei dieser Personalie wenig Optimismus.


Hoffnungen ruhen auf Trio


Im Heimspiel vor der anstehenden Länderspielpause hat Breitenreiter aber zumindest die Hoffnung auf Hendrik Weydandt nicht aufgegeben: "Henne hat wegen Adduktorenproblemem weniger trainiert diese Woche. Ich hoffe, dass er zur Verfügung steht“, berichtete er über den Angreifer-Shootingstar.

Positives gab es auch über Eigengewächs Linton Maina zu vermelden. Der 19-jährige Außenstürmer hat seine Knieprobleme offenbar überwunden und hat seit seinem Trainingscomeback unter der Woche keine Probleme mehr. "Er versprüht Optimismus", freute sich Breitenreiter über den U20-Nationalspieler, der in der laufenden Saison bereits fünfmal zum Einsatz kam und dabei immer in der Startelf stand.


Ganz so gut lief es für Noah Joel Sarenren Bazee noch nicht. Der hochveranlagte 22-Jährige stand vergangene Woche auf Schalke erstmals in dieser Spielzeit im Bundesligakader. Und auch gegen den VfL könne er sich wieder Hoffnungen machen, verriet sein Coach: "Es war gut, dass wir ihn einige Tage zur Behandlung weggeschickt haben und er zeigt sich seitdem fast komplett verändert. Er ist auf jeden Fall eine Option für den Kader.“