Der VfL Wolfsburg sollte der nächste Schritt in der Karriere von Felix Klaus werden. Doch eine Schambeinverletzung warf ihn zurück. Nach Operation und seiner Genesung möchte der Ex-Hannoveraner bei den Wölfen jetzt angreifen. Kommt die Chance schon gegen 96?


Das hatte sich Felix Klaus anders vorgestellt. Sein Wechsel zum ​VfL Wolfsburg im Sommer sollte für ihn eine neue Phase seiner Karriere einleiten, in der der Rechtsaußen trotz seiner immer noch erst 26 Jahre schon so Einiges gesehen hat. In der ​Fürther Jugend ausgebildet schaffte Klaus mit den Kleeblättern in der Saison 2011/12 den Aufstieg. Er bewies sich früh in der ​Bundesliga, wechselte nach ​Freiburg, später zu ​Hannover 96, bei denen er den Ab- und sofortigen Wiederaufstieg miterlebte. 

Erzgebirge Aue v Greuther Fuerth - 2. Bundesliga

Seine ersten Profieinsätze absolvierte Felix Klaus für die SpVgg Greuther Fürth



Nach einer weiteren Bundesliga-Saison in Hannover sollte es nun, im Sommer 2018, der VfL Wolfsburg sein, bei dem Klaus sich beweisen würde und wollte. Doch zu Beginn der Vorbereitung gleich der Rückschlag für den ambitionierten Offensivmann: Ein Stechen in der Bauchregion. Diagnose Schambeinverletzung - Operation. Damit wurden die Pläne des Neuzugangs erstmal auf Eis gelegt. Für mehr als ein halbes Jahr. 


Rückkehr gegen die alte Liebe?

Doch weiß der einstige Absteiger, wie Rückschläge zu verkraften sind. So arbeitete er stetig an einer baldigen Rückkehr ins Bundesliga-Geschehen. Nun könnte es bald soweit sein. Denn der Neu-Wolfsburger ist zwar noch nicht bei 100%, meinte jedoch zuletzt gegenüber dem kicker, für einen Kurzeinsatz fit genug zu sein: "15 Minuten traue ich mir locker zu", so der ehemalige U-Nationalspieler, der am liebsten schon am kommenden Wochenende gegen seinen Ex-Klub auf dem Rasen oder zumindest im Kader stände. 


Diese Euphorie ist für alle VfL-Fans schön zu hören, dennoch sind sich der Verein und sein Cheftrainer Bruno Labbadia sehr bewusst, wie wichtig es ist, Klaus langsam an die Spielbelastung heranzuführen: "Wir müssen zusehen, dass wir ihn auf den Stand bringen, dass er mithalten kann."

VfB Stuttgart v Hannover 96 - Bundesliga

Klaus (r.) bestritt sein letztes Bundesliga-Match noch für Hannover 96



Der erträumte Kurzeinsatz am kommenden Wochenende ist Klaus also alles andere als garantiert. Dennoch hofft der Angreifer natürlich gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber dabei zu sein, mit dem der 26-Jährige schöne Erinnerungen verbindet. Und weil bei Wolfsburg neben Felix Klaus mit Renato Steffen (Schulter) und Ismail Azzaoui (Knie) auch die anderen Rechtsaußen derzeit verletzt sind, ist zumindest der Kaderplatz nicht bloße Träumerei. Für Klaus, der spätestens nach der Länderspielpause wieder dabei sein sollte wäre eine Berufung für das Spiel gegen seine alte Liebe auf jeden Fall ein "Riesenereignis".