​Yunus Malli stand in der laufenden Saison beim ​VfL Wolfsburg bisher lediglich einmal in der Starformation, zumeist wurde er erst in der Schlussphase eingewechselt. Laut kicker soll Malli deshalb über einen Wechsel in der kommenden Transferperiode nachdenken.


Mallis Problematik liegt am System der Wölfe: Trainer Bruno Labbadia lässt seit dieser Saison im 4-3-3 spielen, dabei gibt es keinen Zehner - und genau das ist eigentlich Mallis beste Position. Der 26-Jährige probiert, sich bestmöglich damit anzufreunden: "Natürlich spiele ich am liebsten auf der Zehn. Die ist im Moment in unserem System nicht vorhanden. Also versuche ich, meine Stärken von der Acht aus einzubringen, mit hoher Laufbereitschaft und ein paar Ideen nach vorne", erklärte Malli vor kurzem im kicker.


"Natürlich muss ich dafür defensiv zulegen. Man kann auch von der Position aus viel nach vorne machen, muss aber eben auch nach hinten arbeiten. Dazu muss man einen gewissen Fitnesszustand haben." Offenbar sieht Labbadia hier noch zu große Defizite, um dem Deutsch-Türken regelmäßige Einsatzzeit zu schenken. Schon im Sommer war ein Wechsel Thema, Malli entschied sich aber für einen Verbleib beim VfL Wolfsburg. "Es gab die eine oder andere Anfrage anderer Klubs. Aber für mich war recht früh klar, dass ich bleiben möchte. Jetzt gebe ich hier Gas", sagte er in der Sport Bild. Nun könnte im Winter aber doch etwas passieren.

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Yunus Malli erzielte sein bisher einziges Saisontor per Strafstoß gegen Hertha BSC



Im Januar ist Yunus Malli genau zwei Jahre beim VfL, Anfang 2017 wechselte er für 12,5 Mio. Euro vom ​FSV Mainz 05 in die Autostadt. An seine starken Leistungen in Mainz konnte er nie richtig anknüpfen, dies war sicherlich auch der sportlichen Situation der Niedersachsen geschuldet: Sowohl 2017 als auch 2018 beendeten die Wolfsburger die Saison auf Rang 16 und retteten sich erst in der Relegation. Mallis Vertrag läuft noch bis 2021, ein möglicher Abnehmer müsste also wahrscheinlich tief in die Tasche greifen.