Gladbach: 5 Gründe, warum die Borussia in Bremen unbedingt gewinnen sollte

Am kommenden Wochenende steht das erste der beiden Top-Spiele der Saison an: Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München. Im Kampf um die Tabellenspitze sind die beiden besten deutschen Mannschaften der vergangenen Jahre jedoch nicht alleine, denn neben RB Leipzig sorgt vor allem Borussia Mönchengladbach für Furore.


Dieter Hecking hat die Mannschaft nach einer schwierigen Saison 2017/18 wieder fest im Griff und verlieh ihr mit dem Systemwechsel im Sommer neue Flügel. Trotz der beiden Ausrutscher gegen den SC Freiburg in der Liga sowie Bayer Leverkusen im Pokal liegt die Borussia auf dem zweiten Tabellenplatz und könnte ihre aktuelle Form gegen Werder Bremen untermauern.


Die Bremer hingegen wollen nach zwei Niederlagen in Folge wieder zurück auf die Siegerstraße finden, um ihren Ambitionen, den Europapokal zu erreichen, gerecht zu werden. Der Gegner dürfte es ihnen allerdings nicht leicht machen, denn: Gladbach wird in Bremen unbedingt den nächsten Dreier einfahren wollen, um...

1. ...zu beweisen: Dieses Jahr sind wir konstanter

In den letzten beiden Jahren erlebten Fans und Spieler der Borussia eine regelrechte Achterbahnfahrt. Nach der schwachen Hinrunde unter Andre Schubert in der Saison 2016/17 übernahm Dieter Hecking in der Winterpause das Zepter und führte die Mannschaft immerhin vom Relegationsplatz auf Rang neun.


Die abgelaufene Saison beendete man erneut auf jenem neunten Tabellenplatz, doch damit war keiner so wirklich zufrieden. Auf viele gute Spiele wie beispielsweise dem 2:1-Sieg über den FC Bayern am 13. Spieltag folgten Enttäuschungen, wie in diesem Fall die 0:3-Klatsche beim VfL Wolfsburg. Zwei Siege in Serie gab es in dieser Saison insgesamt nur zwei Mal, weshalb in der Sommerpause kräftig gearbeitet wurde.


Die Mühen haben sich bislang gelohnt: Von zwölf Spielen verloren die Fohle' lediglich drei, stehen in der Tabelle mit 20 Punkten auf dem zweiten Platz und wissen oftmals zu überzeugen. Gegen den SC Freiburg (1:3) und Bayer Leverkusen (0:5) gab es zuletzt jedoch zwei bittere Pleiten in Folge. Nach dem Derby-Sieg über Fortuna Düsseldorf (3:0) sollte daher im besten Fall auch ein Sieg gegen Werder Bremen her, um zu zeigen: Die Achterbahn ist fürs erste stillgelegt.

2. ...da die Bremer ein gern gesehener Gegner sind

Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen - dieses Duell gab es in der Historie bereits 104-mal. Die Gesamtstatistik ist mit 41 Siegen für die Borussia, 40 Siegen für Werder sowie 23 Remis ausgeglichen, doch in den vergangenen Jahren war Bremen immer ein gern gesehener Gegner der Gladbacher.


Seit 2009 standen sich beide Mannschaften 19-mal gegenüber. Neun Duelle davon gingen an Gladbach, während Werder bei fünf Unentschieden fünfmal als Sieger vom Platz ging. Allerdings: Im heimischen Borussia-Park fühlte man sich wesentlich wohler als im Bremer Weserstadion, in dem man jedoch zuletzt vor drei Jahren eine Niederlage kassierte.

3. ...sich von Werder abzusetzen

Werder Bremen legte einen furiosen Start hin, der die Mannschaft von Florian Kohfeldt zurecht ins obere Tabellendrittel katapultierte. Die jüngsten Leistungen gegen Bayer Leverkusen (2:6) und Mainz 05 (1:2) ließen allerdings zu Wünschen übrig.


In Alarmbereitschaft sollte dadurch niemand versetzt werden, doch mit der punktgleichen Eintracht aus Frankfurt sowie der TSG Hoffenheim und Hertha BSC Berlin im Nacken befindet sich Bremen mitten im Kampf um die Tabellenplätze fünf und sechs. 


Gladbach hält drei Punkte Vorsprung auf Werder, könnte diesen mit einem Sieg auf sechs Zähler ausbauen. Sollten Hertha BSC und Hoffenheim also in den Duellen gegen Fortuna Düsseldorf und den FC Augsburg drei Punkte holen, würde der Vorsprung auf die Plätze sechs und sieben auf vier Punkte ansteigen. Der achte Platz, auf den Werder bei solch einer Konstellation abrutschen würde, wäre bereits sechs Punkte entfernt. Ein großer Schritt im Rennen um die internationalen Plätze!

4. ...weiterhin in der Spitzengruppe der Tabelle zu bleiben

Spitzenreiter Borussia Dortmund ist mit einem Vorsprung von vier Zählern noch ein gutes Stück entfernt, allerdings komplettieren der FC Bayern München und RB Leipzig das aktuelle Führungs-Quartett auf den Champions-League-Rängen. In dieser Spitzengruppe wollen die Gladbacher so lange wie möglich bleiben, weshalb ein Sieg nahezu Pflicht ist. 


Begünstigt wird die Situation dadurch, dass am Samstagabend das Top-Spiel zwischen dem BVB und den Bayern steigt. Ein Sieg der Münchner würde den Kampf um die Tabellenspitze neu eröffnen, wobei Dieter Hecking & Co. am ehesten von einer Punkteteilung profitieren würden. Zusätzlich müssen die Leipziger gegen die Wundertüte Bayer Leverkusen antreten und haben unmittelbar davor noch die Partie in der Europa League gegen Celtic Glasgow vor der Brust. Auch deshalb wäre ein Sieg von Vorteil.

5. ...die Ambitionen zu untermauern

Auch wenn Max Eberl nicht müde ist, zu betonen, wo der Verein noch vor einigen Jahren stand: Die Ambitionen sind am Niederrhein gestiegen. Ein einstelliger Tabellenplatz ist das Mindestziel, die Jagd auf die Europapokalplätze soll zumindest intern klar kommuniziert sein.


Der bisherige Saisonverlauf spricht klar dafür, dass sich Sportdirektor Max Eberl und Trainer Dieter Hecking für ihre klare Analyse nach dem Ende der abgelaufenen Saison, für ihre Kaderplanung und die Änderungen innerhalb der Mannschaft belohnen werden. Die Jahre, in denen man regelmäßig in der Europa League, wenn nicht sogar in der Champions League auftreten durfte, sollen nicht der Vergangenheit angehören, sondern weiterhin im Fokus bleiben.


Daher ist es wichtig, kontinuierlich zu punkten - am besten dreifach. Ein Sieg in Bremen würde dabei massiv helfen.

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