​Nachdem die ​Spekulationen zu Leon Baileys Wechselambitionen nicht endeten, hat sich der Profi von ​Bayer 04 Leverkusen nun selbst zu den Gerüchten geäußert. Dabei gab sich der begehrte Flügelspieler sachlich und sagte, dass er sich bewusst für Bayer statt für einen klangvolleren Namen entschieden habe und vollkommen auf die Werkself fokussiert ist – zumindest zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere.


Im Gespräch mit dem britischen Fußballmagazin FourFourTwo verriet Leon Bailey, dass er schon längst in der Premier League hätte spielen können. Doch er zeigte sich mit seiner Entscheidung, zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga zu kommen, sehr zufrieden. Als talentierter Spieler werde man den im Fußballgeschäft üblichen Avancen großer Vereine schon früh ausgesetzt. Dabei sei es wichtig, einen klaren Kopf bei der Entscheidungsfindung zu bewahren, wie Bailey fand.


„Mein Fokus liegt nicht darauf, irgendwohin zu wechseln. Ich befasse mich lieber mit der Gegenwart statt damit, was in der Zukunft geschehen könnte“, setzte Bailey klare Prioritäten. Dies ist angesichts seiner derzeitigen Form auch nötig: Nach einer starken Saison bei der Werkself, in der er neun Tore und sechs Vorlagen beisteuerte, kommt er aktuell nicht in Schwung und steht bei erst einem Saisontreffer. Trotzdem fühlt er sich wohl in Deutschland: „Es war der perfekte Wechsel für mich und ich bin froh, es gemacht zu haben.“


Ihm sei das richtige Timing für seine Karriereschritte wichtig, erklärte Bailey bei FourFourTwo. Als 13-Jähriger kam er aus Jamaika nach Europa und spielte sich über Stationen in Österreich und der Slowakei in den Fokus der großen Klubs. Vor und nach seinem Wechsel zum belgischen Erstligisten KRC Genk war Bailey von einigen Premier-League-Teams umworben: „Chelsea, ​Liverpool, ​Manchester United und ​Manchester City – viele Klubs wollten mich“, sagte der heute 21-Jährige. Doch seine Entscheidung, in einem beschaulicheren Umfeld zu wachsen, sollte seine Karriere weiter beflügeln. Er schoss Genk mit sieben Toren in die Europa League und erregte dort mit guten Leistungen weiter Aufmerksamkeit.

TSG 1899 Hoffenheim v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Konnte in dieser Saison erst ein Tor bejubeln, ist aber fokussiert: Leon Bailey


Trotz weiterer Angebote aus England war jetzt die Zeit für Leverkusen: „Ein großartiger Verein mit einer langen Geschichte“, schwärmte Bailey, „viele tolle Spieler waren hier und sie sind immer oben mit dabei.“ 


Bailey hatte viele Argumente für Bayer und möchte geduldig bleiben: „Ich bin noch dabei zu lernen.“ Allerdings weiß er, dass die Zukunft noch weitere Meilensteine zu bieten hat: „Das Wichtigste für einen Profi ist es, die Dinge langsam anzugehen. Man darf nicht zu schnell an die Weltspitze stürmen; denn wenn du erst mal da bist – wohin geht es dann?“