Für über 35 Millionen Euro wechselte Welttorhüter Thibaut Courtois zu ​Real Madrid. Die Verpflichtung des belgischen Nationalkeepers sorgte für großese Aufsehen - sowohl positiv als negativ. Denn zu Beginn der Saison musste Courtois auf die Bank weichen. Nun droht er unter Interimstrainer Santiago Solari erneut wieder zur Nummer zwei zu werden, wie die Marca berichtet. 


Ex-Trainer Julen Lopetegui, der nach der ​1:5-Klatsche im Clasico gegen den FC Barcelona nach nur wenigen Monaten von seinen Aufgaben als Cheftrainer der Königlichen entbunden wurde, empfand es als Segen, zwei Torhüter mit großer Qualität in den eigenen Reihen zu halten. 


Schon in der Vergangenheit war dies in Spanien keine Seltenheit. Der Rivale aus Barcelona vertraute in der Saison 2014/15, als die Mannschaft zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Triple Gewann, auf das Duo um Claudio Bravo und Marc-André ter Stegen. Während Routinier Bravo in der heimischen Liga seinen Kasten weitestgehend sauber hielt, durfte sich ter Stegen in seiner ersten Saison in der Copa del Rey und der Champions League beweisen.


Ähnlich sah es auch Lopetegui vor. Nachdem dieser gänzlich auf Keylor Navas setzte, gewährte er dem Costa Ricaner schlussendlich den Vorzug in den Pokalwettbewerben. Speziell in der Champions League war Navas gesetzt, schließlich gewann Real auch dank seiner - teils schwankenden, aber überwiegend durchaus guten - Leistungen den wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb drei Mal in Folge. 

Real Madrid CF v Real Valladolid CF - La Liga

In dem Glauben, die neue Nummer eins zu sein, wechselte Thibaut Courtois zu Real. Auf seinen ersten Einsatz musste er allerdings einige Wochen warten.


Courtois hingegen darf erst seit dem dritten Spieltag in der Primera Division zwischen den Pfosten stehen und nahm dafür in den anderen beiden Wettbewerben auf der Bank Platz. Interimstrainer Solari entschied sich im Duell in der Copa del Rey gegen UD Melilla für Navas, beim 2:0 über Real Valladolid stand hingegen Courtois zwischen den Pfosten.


Solari hält sich bedeckt - Hinweis auf langfristige Besetzung?


Wer in der morgigen Champions-League-Partie gegen Viktoria Pilsen gesetzt sein wird, weiß bislang nur Solari selbst. Der Argentinier hält sich bei seiner Entscheidung bedeckt, nicht einmal die beiden Kontrahenten wissen Näheres. Die Entscheidung soll erst bei der Abgabe des Personalbogens, auf dem die Aufstellung bekanntgegeben wird, offiziell gemacht werden.

Real Madrid  v Viktoria Plzen - UEFA Champions League Group G

  Beansprucht den Platz in der Champions League weiter für sich: Keylor Navas


In Spanien dürfen Interimstrainer eine Mannschaft lediglich zwei Wochen lang führen, doch aufgrund der Sympathien von Präsident Florentino Perez für Solari ist es durchaus vorstellbar, dass der 42-Jährige zum neuen Cheftrainer ernannt wird. In diesem Hinblick käme der Torwartfrage eine entscheidende Bedeutung zu, nachdem man eigentlich davon ausgehen konnte, dass sich Courtois durchgesetzt hatte. Da die Verantwortlichen in Madrid eine Aufteilung der beiden Torhüter in den jeweiligen Wettbewerben offenbar kritisch sehen, dürften Navas und Courtois alles daran setzen, am Mittwochabend auf dem Platz zu stehen.