​Der ​Hamburger SV konnte sich am Montagabend im Spitzenspiel gegen den ​1. FC Köln vor heimischer Kulisse mit 1:0 durchsetzen und grüßt nach zwölf Spieltagen in der zweiten Liga von der Tabellenspitze. Dabei gelang es dem neuen Coach ​Hannes Wolf seine Mannschaft erneut gut vorzubereiten. Die Bilanz des ehemaligen VfB-Trainers liest sich nach drei Spielen sehr überzeugend. Tatsächlich aus Sicht der Hamburger sogar historisch überzeugend.


So gelang es in der langen Vereinsgeschichte des einstigen Bundesliga-Dinos zuvor noch keinem Übungsleiter, in den ersten drei Pflichtspielen kein einziges Gegentor zu kassieren. Zum Auftakt seiner Amtszeit hatte sich Wolf mit seinem neuen Klub am 11. Spieltag knapp mit 1:0 gegen den 1. FC Magdeburg durchsetzen können. Auch in der zweiten DFB-Pokalrunde unter der Woche gegen den SV Wehen Wiesbaden ließ die Defensive der Rothosen beim 3:0-Erfolg keinen Gegentreffer zu.

Der Sieg im Absteigerduell mit dem Effzeh ist jedoch bislang das größte Ausrufezeichen des 37-jährigen Fußballlehrers, auch wenn die Geißböcke alles andere als einen guten Tag erwischten. Nach der Partie war der ehemalige Jugendtrainer von Borussia Dortmund mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Wir sind nach anfänglichen Problemen immer besser ins Spiel gekommen. Wir waren defensiv gut und hatten offensiv viele gute Ansätze. In der zweiten Halbzeit hat sie in vielen Bereichen sehr gut gespielt", wird der gebürtige Bochumer von der Hamburger Morgenpost zitiert.


Doch auch wenn der Sieg gegen die Kölner einen richtungsweisenden Charakter haben kann, betonte der HSV-Coach unmittelbar nach der Partie, dass man nun den Fokus auf die kommenden Aufgaben legen muss. Dabei müssen die Hamburger am Samstag auswärts beim FC Erzgebirge Aue ran. Um auch dort die weiße Weste nicht zu verschmutzen, muss man erneut sehr aufmerksam auftreten. Denn Wolf weiß: "Die Aufgabe liest sich leichter als die heutige Aufgabe, wird aber genauso schwer."