Der ehemalige Leichtathletik-Star Usain Bolt hat die Zusammenarbeit beim australischen Klub Central Coast Mariners nach nur zwei Monaten beendet. Auf einen neuen Vertrag haben sich beide Parteien nicht einigen können. 


Usain Bolts Abenteuer im Profifußball könnte schneller vorbei sein als gedacht. Die Central West Coast Mariners teilten am Freitag mit, der Test sei mit "sofortiger Wirkung" beendet, nachdem sich Bolts Berater und der australische Erstligist nicht auf einen Vertrag verständigen konnten. Seit Ende August war der frühere jamaikanische Sprinter für die Mariners auf Torejagd gegangen. Im Ligaspielbetrieb kam der 32-Jährige allerdings nicht zum Einsatz. 

Am 12. Oktober hatte Bolt bei seinem Startelf-Debüt für die Mariners in einem Wohltätigkeitsspiel zwei Tore erzielt. Sechs Tage später wurde ihm vom maltesischen Klub Valletta ein Kontrakt über zwei Jahre angeboten, den er jedoch ablehnte. 


Die weitere Zusammenarbeit zwischen dem A-League-Klub und Bolt scheiterte offenbar an unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen beider Seiten. Medienberichten zufolge sollen die Mariners dem Weltrekordhalter einen Vertrag angeboten haben, der 93.000 Jahresgehalt umfasst hätte. Bolt soll jedoch viel mehr gefordert haben. In der Vereinsmitteilung der Mariners kam auch Bolt zu Wort: "Ich wünsche dem Verein Erfolg für die kommende Saison." Ob Bolt sich jetzt einen neuen Verein sucht, ist noch unklar.


"Ein Schlag ins Gesicht aller Profis"


Nachdem Bolt im August 2017 seine Sprinterkarriere beendet hatte, strebte er eine Laufbahn als Fußballer an. Im März 2018 bekam Bolt sogar die Chance bei Borussia Dortmund, ein Probe-Training zu absolvieren. Viele betrachten seinen Einstieg in den Profi-Fußball allerdings als PR-Gag. Zuletzt hatte der A-League-Stürmer Andy Keogh von Perth Glory Bolts Absichten kritisiert:

"Er hat sicher ein bisschen Potenzial gezeigt, aber irgendwie ist das ein Schlag ins Gesicht aller Profis in der Liga."


Auch der frühere Profi und Bundesligatrainer Markus Babbel hat eine ähnliche Meinung: "Ich habe ihn spielen sehen. Bei aller Liebe, das reicht in einhundert Jahren nicht. Als Spieler würde ich mir verarscht vorkommen", sagte der 46-Jährige der Schweizer Zeitung Blick. Babbel, der in Australien die Sydney Wanderers trainiert, fügte aber hinzu: "Als PR-Aktion ist es sensationell."