​Nach der legendären Pressekonferenz der ​Bayern-Bosse Mitte Oktober konnte der deutsche Rekordmeister zuletzt ergebnistechnisch das Ruder wieder herumreißen und holte vier Siege am Stück. Dabei konnte die Mannschaft von Trainer ​Niko Kovac spielerisch jedoch nicht immer überzeugen. Laut Informationen der BILD weht beim​ FC Bayern München daher in der Kabine ein rauer Wind. Insbesondere die Einwechselspieler mussten sich demnach zuletzt auf neue Vorgaben ihres Cheftrainers einstellen.


Dem Bericht zufolge stieß dem kroatischen Fußballlehrer die lasche Vorbereitung einiger seiner Schützlinge vor dem Auswärtsspiel am 8. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg sauer auf. So hatte sich unter anderem Bayern-Legende Franck Ribery in seiner Rolle als Einwechselspieler während der Partie gegen die Niedersachsen quasi gar nicht warm gemacht. Auch Jerome Boateng soll dem 47-Jährigen nicht aktiv genug an dem Warmmachen beteiligt gewesen sein.

VfL Wolfsburg v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Franck Ribery legte gegen Wolfsburg demonstrativ die Füße hoch


Da Kovac diesen mangelnden Einsatz als respektlos eingestuft hat, entschloss sich der ehemalige Frankfurt-Trainer dazu, einige grundlegende Veränderungen an der Spielvorbereitung beim amtierenden Meister vorzunehmen. So müssen nun vor jeder Partie alle Spieler am Warmmachprogramm teilnehmen. In der Vergangenheit waren vereinzelte Reservisten noch in der Kabine geblieben. Durch diese Maßnahme wollen die Bayern nun eine mannschaftliche Geschlossenheit demonstrieren.


Schluss mit Mario Kart


Diese neue Marschroute wird darüber hinaus durch eine weitere Umstellung des ehrgeizigen Trainers deutlich. So war es dem ehemaligen Mittelfeldabräumer schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge, dass manche Spieler nach der Ankunft im Stadion noch für einige Minuten im Mannschaftsbus verblieben, um Freizeitaktivitäten wie persönlichen Telefonaten oder 'Mario-Kart'-Duellen auf der Nintendo Switch nachzugehen. Auch damit ist nun Schluss und neuerdings müssen alle Spieler der Bayern in Reih und Glied den Einmarsch in die Katakomben antreten.

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Niko Kovac muss beim FC Bayern München noch viel Überzeugungsarbeit leisten


Durch diese Maßnahmen versucht Kovac die Zügel wieder anzuziehen. Dem Vernehmen nach wächst die Kritik seitens der Spieler an ihrem neuen Trainer aber immer mehr. So beschweren sich viele der Stars, dass noch immer keine klare Linie zu erkennen sei. Inwiefern die disziplinarischen Maßnahmen des ehemaligen kroatischen Nationaltrainers für eine bessere Zusammenarbeit sorgen werden, bleibt daher abzuwarten, zumal so mache Maßnahme von Kovac in der Vergangenheit schnell wieder verpuffte. 


So hatte er sich im Sommer in den Funktionsräumen des Rekordmeisters für ein Handyverbot ausgesprochen, mittlerweile sind dort Smartphones aber wieder längst keine Seltenheit mehr.