Der Shootingstar der Saison 2017/2018 von Bayer Leverkusen hat noch nicht in die Saison gefunden. Seit Ende September stand Leon Bailey nicht mehr in der Startelf. Deshalb liebäugelt der 21-Jährige offenbar auch mit einem Wechsel im Winter.


Der Höhenflug des jungen Jamaikaners Leon Bailey überraschte im Vorjahr viele Experten. Zwölf Tore und sechs Vorlagen steuerte er in allen Pflichtspielen bei. Es kamen sogar Gerüchte auf, wonach der FC Bayern München Bailey als Nachfolger von Ribery oder Robben präsentieren könnte. Dieses Szenario scheint aktuell aber nicht mehr realistisch. Bailey hat bislang an seine starke Vorsaison nicht anknüpfen können. Ein einziges Tor hat der Mittelfeldspieler erst erzielt. Auch seine Dribblings und Flanken sind nicht mehr so oft von Erfolg gekrönt. 


Eine dem Spieler nahestehende Quelle sagte ESPN FC, dass "im Januar erwägt wird, was im Interesse des Spielers ist und unter den aktuellen Umständen könnte er Leverkusen verlassen." Leon sei 21 und habe Ambitionen, einer der Top-Spieler der Welt zu sein. "Auf der Bank in Leverkusen kann er das nicht umsetzen", fügte die Quelle hinzu. Sollte sich seine Situation nicht ändern, werden alle Optionen geprüft. 

Erst im Sommer hatte Bailey einen neuen Fünfjahresvertrag bei Leverkusen unterschrieben. Der 21-Jährige entschied sich langfristig in Leverkusen zu bleiben, obwohl es konkretes Interesse von europäischen Spitzenmannschaften gegeben habe, wie er selbst damals dem kicker mitteilte. 


Zuletzt gab Bailey eine mehr als unglückliche Figur ab, als er sich trotz Zusage weigerte, für die jamaikanische Nationalmannschaft aufzulaufen. Der Präsident des Verbands, Michael Ricketts, bescheinigte Bailey jetzt ein Charakterproblem. ESPN FC fragte Ricketts, ob Bailey ein Charakterproblem habe und er sagte: "Ja, ich glaube schon. Er ist sehr unschlüssig." Bailey solle lernen, entspannt zu bleiben, fokussiert zu sein und einfach die Dinge sich entfalten lassen. "Er ist ein guter Spieler, ein hochwertiger Spitzenmann, aber er muss konzentriert und bescheiden bleiben."