​​Borussia Mönchengladbach kassierte in der zweiten Runde des DFB-Pokals eine 0:5-Klatsche gegen ​Bayer Leverkusen. Trainer Dieter Hecking zeigte sich vor allem mit der Höhe der Niederlage unzufrieden. 


"Wir haben es uns heute anders vorgestellt", erklärte Dieter Hecking via borussia.de im Anschluss an die heftige Niederlage gegen Leverkusen, "wir wollten anders in das Spiel reingehen. Es gab einige Zweikämpfe, in denen wir nicht entschlossen genug waren, den Ball zu klären." Damit meint er sicher auch das zweite Gegentor, als Lars Bender nach einem Freistoß von Julian Brandt plötzlich komplett frei vor Yann Sommer auftauchte und Tin Jedvaj nach der Parade des Schweizer Keepers abstaubte: "Das 0:2 war aus meiner Sicht auch ein absolut vermeidbares Gegentor. Bei dem Pass, den Julian Brandt reinspielt, haben wir geschlafen."


Der Treffer in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs kam zum berühmten "psychologisch wichtigen Zeitpunkt", doch die Gladbacher ließen es sich zunächst nicht anmerken und starteten ordentlich in die zweite Halbzeit. Durch Thorgen Hazard und Lars Stindl hatten die "Fohlen" auch die ein oder andere Gelegenheit zum Anschlusstreffer, Leverkusen konzentrierte sich auf das Kontern. Aus einem dieser Konter resultierte schließlich das dritte Leverkusener Tor und damit die Vorentscheidung. 


"Nach dem 0:3 fiel jedoch relativ schnell das vierte Gegentor – dann war die Sache gegessen", resümierte Matthias Ginter - und mit dieser Tatsache war Dieter Hecking überhaupt nicht einverstanden: "Was ich aber nicht akzeptieren kann, sind der vierte und fünfte Gegentreffer. Als Mannschaft muss man auf dem Platz erkennen, dass man die Räume nicht aufmachen darf." Die letzten Minuten erinnerten sehr stark an den neunten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison, als die "Werkself" schon einmal mit 5:1 im Borussia-Park triumphierte.


"Wir müssen die Niederlage schnell abschütteln und uns auf die Bundesliga konzentrieren", sagte Gladbachs-Kapitän Lars Stindl. Dort läuft es trotz der Niederlage beim ​SC Freiburg am vergangenen Freitag gut, die Borussia steht noch immer auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz. Am Sonntag steht nun ein Heimspiel gegen ​Fortuna Düsseldorf an. Sollte dies jedoch schief gehen, dürfte die Nordkurve die Mannschaft nach dem Spiel nicht mehr so wohlwollend empfangen wie noch am Mittwochabend.