Erstmals seit der Saison 2012/13 steht die ​Fortuna im Achtelfinale des DFB-Pokals. Nachdem es in der ​Bundesliga zuletzt fünf Niederlagen in Folge setzte, schossen sich die Rot-Weißen am vergangenen Dienstagabend den Frust von der Seele, als man den SSV Ulm mit 5:1 aus dem Wettbewerb kegelte. Düsseldorfs Cheftrainer Friedhelm Funkel mahnte dennoch zur Vorsicht.

„Man darf das alles nicht zu hoch aufhängen“, betonte der erfahrene Coach. „Das ist ein Viertligist und es muss der Anspruch eines Bundesligisten sein, bei einem Viertligisten zu gewinnen. Und das haben wir umgesetzt.“

Begonnen hatte die Partie jedoch mit einem regelrechten Albtraum für die Fortunen, denn bereits nach 13 Sekunden (!) ging der Außenseiter in Front: Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Niko Gießelmann tauchte Adrian Morina vor F95-Keeper Michael Rensing auf. Der Stürmer fackelte nicht lange, zog ab und bugsierte das Leder mithilfe von Verteidiger Robin Bormuth, der unglücklich abfälschte, ins Tor.

Der Bundesligist brauchte derweil eine gute Viertelstunde, um diesen Schock zu verdauen. Nach dem Ausgleichstreffer durch Marvin Ducksch (15.) war der Bann allerdings gebrochen. In der 33. Minute drehten die Düsseldorfer die Partie zu ihren Gunsten – Rouwen Hennings traf zum 2:1 – und sorgten sogar noch vor dem Halbzeitpfiff für die Vorentscheidung: Per Direktabnahme markierte Dodi Lukebakio zunächst das 3:1 (37.). Nur sechs Zeigerumdrehungen später schlenzte der Belgier die Kugel sehenswert ins linke Toreck, sodass es mit einer komfortablen 4:1-Führung in die Kabinen ging.

„Es ist ein gutes Gefühl, dass ich der Mannschaft heute mit zwei Toren helfen konnte“, strahlte Lukebakio, der nach dem Spiel berechtigterweise zum „Man oft he Match“ gewählt wurde. „Das Entscheidende“, so der Youngster, „ist aber, dass wir gewonnen haben und eine Runde weiter sind.

SSV Ulm 1846 v Fortuna Duesseldorf - DFB Cup

Friedhelm Funkel (l.) und Dodi Lukebakio liegen sich in den Armen


​Für den 5:1-Endstand sorgte unterdessen Marvin Ducksch. In der Bundesliga wartet der ehemalige Kieler noch immer auf seinen ersten Treffer im Fortuna-Trikot. Seinen Doppelpack im Pokal gegen Regionalligist Ulm wollte der 24-Jährige vielleicht deshalb auch nicht zu hoch bewerten. „Man kann nach 13 Sekunden mit hängenden Köpfen oder breiter Brust weiterspielen. Wir haben Letzteres getan – dafür ein Kompliment an die Jungs“, sagte er.

"Wert ist, was man davon in der Bundesliga umsetzt​.

Das frühe Gegentor habe das Team Mannschaft nicht verunsichert. Im Gegenteil: „Es hat uns sogar noch stärker gemacht. Danach haben wir unseren Fußball durchgezogen.“ Und den wollen die die Fortunen auch am kommenden Sonntag (15:30 Uhr) durchziehen, wenn man im Niederrhein-Derby bei ​Borussia Mönchengladbach ranmuss.

„Erst dann werden wir sehen, was die Leistung heute von jedem einzelnen wert ist“, mahnte Coach Funkel. „Nach einem Sieg gegen einen Viertligisten hoch in den Himmel gehoben zu werden, ist nicht viel wert. Wert ist, was man davon in der Bundesliga umsetzt und da müssen wir besser werden als in den letzten Wochen.“