Filip Kostic blüht bei ​Eintracht Frankfurt richtig auf. Seit seinem Wechsel an den Main zeigt der Serbe ​neuerdings auch seine Qualitäten in der Defensive, sein Trainer Adi Hütter bescheinigte ihm erst neulich eine "Weltklasse"-Vorstellung. Kostic hat dafür laut Sport Bild eine einfache Erklärung: Seine Mitspieler sind einfach besser als bei den Stationen zuvor.


"Ich brauche eben eine gute Mannschaft, um mein Spiel zu machen. Und die habe ich jetzt", sagte Kostic in der Sport Bild. Ein klarer Seitenhieb an seine Ex-Klubs ​VfB Stuttgart und ​Hamburger SV. Wobei "Ex" auf den HSV nicht komplett zutrifft, denn Kostic ist bisher lediglich an die Frankfurter verliehen. Die Eintracht besitzt allerdings eine Kaufoption und wird diese sicher ziehen, wenn der 25-Jährige seine aktuellen Leistungen beibehalten kann.


Kostic galt eigentlich immer als klassischer, ausschließlich angreifender Linksaußen und als solcher spielte er auch sowohl in Stuttgart als auch in Hamburg. Hin und wieder konnte man die fraglos herausragenden Fähigkeiten des WM-Teilnehmers bewundern, doch konstant konnte Kostic diese Leistungen in seinen bisherigen vier Jahren Bundesliga nicht abrufen. Dennoch wechselte der Serbe nach dem Abstieg in Stuttgart für 14 Millionen Euro zum Hamburger SV - bis heute der Rekordtransfer der Hanseaten. Doch auch dort lief es ähnlich wie beim VfB.


Unter seinem neuen Trainer Adi Hütter hat Filip Kostic in Frankfurt seine Spielweise nun verändert: Statt sich nur um die Offensive zu kümmern und die Abwehr zu vernachlässigen, was ihm immer wieder vorgeworfen wurde, gilt für den Linksfuß nun Safety First: "Ich denke wirklich zuerst an die Defensive und will alles dichtmachen", erklärte Kostic der Bild: "Erst dann kommen die Läufe nach vorne. Die Denkweise ist zwar nicht so einfach, aber ich bin eben professionell." Doch auch der Angriff kommt nicht zu kurz, zwei Tore und drei Vorlagen kann Kostic bisher vorweisen.


Für die Eintracht könnte sich der Linksaußen, der zuweilen bei der SGE auch auf der defensiven Außenbahn links vor der Dreierkette zum Einsatz gekommen ist, als echtes Schnäppchen erweisen: 1,2 Millionen Euro zahlte sie SGE bisher an Leihgebühr an den HSV, die Kaufoption beträgt mit sechs Millionen Euro nicht einmal die Hälfte von dem, was die Hamburger 2016 an den VfB Stuttgart überwiesen. Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic wird es freuen.