​Am Sonntag fegte der ​FC Barcelona im Clasico mit 5:1 über Real Madrid hinweg. Die Tabellenführung in La Liga haben die Katalanen dadurch weiter zementiert. Einer, der beim amtierenden spanischen Meister zuletzt aber nur selten die erste Geige spielte, ist der Ex-Dortmunder​ Ousmane Dembele. Da der Franzose zudem immer wieder durch Undiszipliniertheiten für Aufregung sorgt, könnten Spieler und Verein schon bald getrennte Wege gehen.


So haben sich einem Bericht des spanischen Radiosenders RAC 1 zufolge die Barça-Bosse bereits am vergangenen Donnerstag zusammengesetzt, um über die Zukunft des Weltmeisters zu diskutieren. Dabei soll man sich am Ende dafür entschieden haben, Abwerbungsversuche von anderen Spitzenklubs nicht mehr kategorisch abzulehnen. Mögliche Interessenten stehen laut englischen Medien mit dem FC Liverpool und dem FC Chelsea bereits parat.

FC Barcelona v Athletic Club - La Liga

Ousmane Dembele hat oftmals Probleme mit der Disziplin


Nach langem Hin und Her und unter dubiosen Umständen war der heute 21-Jährige im Sommer 2017 für die Rekordsumme von 115 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Barca gewechselt. Nur kurz darauf zog sich der 20-fache französische Nationalspieler jedoch einen Oberschenkelmuskelriss zu und brauchte auch in der Folge eine ganze Weile um sich in Richtung Startelf zu spielen. Sportlich läuft es für den Linksaußen in der aktuellen Spielzeit jedoch besser und so kam er bislang in jedem Ligaspiel zum Einsatz. Wie auch beim Duell gegen die Königlichen am vergangenen Wochenende kam er jedoch dabei häufig von der Bank.


Dass Barcelona dennoch über ein vorzeitiges Ende des bis zum Sommer 2022 datierten Vertrages nachdenkt, liegt vor allem an der Einstellung des Youngsters. So war der Offensivspieler vor der Champions-League-Partie gegen Inter Mailand zu spät zum verabredeten Termin erschienen. Bereits zuvor hatte er sich durch ähnliche Unzulänglichkeiten ins Abseits gedribbelt. Da die vertraglich verankerte Ausstiegsklausel des Flügelflitzers bei stolzen 400 Millionen Euro liegt, dürften sich die Interessenten daher mit Sicherheit zwei Mal überlegen, ob sie den hochveranlagten Stürmer wirklich verpflichten wollen.


Sollte Dembele die Katalanen tatsächlich verlassen, könnte das auch Auswirkungen auf den BVB haben. Die Dortmunder ließen sich beim damaligen Verkauf zusichern, nach einer gewissen Anzahl an Einsätzen weitere Bonuszahlungen zu kassieren. Durch einen Dembele-Abgang aus Barcelona würden diese Zahlungen allerdings verfallen.